Streit um Gondwana: Linke macht Vorschläge zur Zukunft in Reden

Kostenpflichtiger Inhalt: Streit um Regierungspläne : Zukunftsort Reden – So will die Linke Gondwana vor dem Aus bewahren

Weg vom Dino-Park, hin zu einem Geschichtszentrum für Industrie- und Bergbaukultur im Saarland: Das sind Ideen der Fraktion im Landtag.

Die Linksfraktion im Saar-Landtag fordert die schwarz-rote Landesregierung auf, sich an einer Weiterentwicklung des Erlebnisortes Reden zu beteiligen und Sicherheit für den Standort zu schaffen. Es sei erfreulich, dass der Landkreis Neunkirchen an einem Standort-Entwicklungsplan arbeitet, „aber das Land darf sich hier nicht aus der Verantwortung stehlen“, wird die kulturpolitische Sprecherin Astrid Schramm in einer am Freitag (1. November) verbreiteten Mitteilung zitiert.

Astrid Schramm (Linke). Foto: dpa/Oliver Dietze

Es brauche ein Konzept, wie dieser Standort, der viele Besucher anziehe, gestärkt und entwickelt werden kann. Dabei müssten die Organisationen, die dort arbeiten, unterstützt werden. Außerdem sollte das Transportproblem auf die Alm gelöst werden, verlangt Schramm. Unterstützung erhält dabei Landrat Sören Meng (SPD) von der Linksfraktion. Der hatte einen Standort-Manager vorgeschlagen. Die Landtagsabgeordnete nennt dies „sinnvoll. Aber das Land darf sich dabei nicht als reiner Zuschauer begreifen, sondern muss selbst aktiv werden.“

Darüberhinaus entwickelt Schramm weitere Pläne. So sieht sie die Notwendigkeit, in Reden die Industrie- und Sozialgeschichte der Region, die Arbeit und Lebensumstände der Bergleute und Stahlkocher „in einem passenden industriekulturellen Rahmen“ an Ort und Stelle darzustellen. Sie spricht sogar von einem „zentralen Standort für ein Bergbau-Denkmal“ Itzenplitz, Camphausen, Velsen oder Luisenthal. Dazu müsse sich die Landesregierung aus CDU und SPD durchringen. Hier schwebt Astrid Schramm vor, Stätten der Industriekultur wie Völklinger Hütte und Reden zu vernetzen und gemeinsam zu managen.

Zuletzt hatte der Streit um den Erlebnisort Reden und Gondwana zwischen Betreiber Matthias Michael Kuhl und der landeseigenen Entwicklungsgesellschaft IKS an Schärfe zugenommen. Auch die Landesregierung griff Kuhl an. Der war er „rechtswidrige und Gondwana schädigende Aktionen“ vor. Unterdessen verdichteten sich Anzeichen, dass das Land nicht dauerhaft an einer Entwicklung des bisher als Urzeit-Park geführten Modells festhalten werde. Kuhl drohte mit Abzug vom Standort. Immer wieder war es in den vergangenen Jahren zu Zerwürfnissen zwischen Investor und Saarland gekommen. Dabei ging es um Meinungsverschiedenheiten zu Förderungen und Nutzung.

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