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Spannende Geologie-Ausstellung auf dem früheren Grubengelände

Spannende Geologie-Ausstellung auf dem früheren Grubengelände

Modern und anschaulich präsentiert das Biodokumentationszentrum die geologische Sammlung der Deutschen Steinkohle AG in der Ausstellung „Geologie der Region“. Für Schüler gibt es ein eigenes Geologie-Labor.

Die meisten Besucher verbinden mit dem Gelände des ehemaligen Bergwerks in Landsweiler-Reden Gondwana, das Praehistorium, die Sommeralm oder die Ausstellung "Das Erbe". Dabei gibt es dort noch viel mehr zu entdecken. Seit 2002 befindet sich dort das Zentrum für Biodokumentation, das einige äußerst spannende und lehrreiche Sammlungen beherbergt.

"Im Jahr 2003 erhielten wir die naturkundliche Sammlung der Universität", erklärt Andreas Bettinger, promovierter Agrarwissenschaftler und Leiter des Zentrums für Biodokumentation. "Im Jahr 2007 folgte die geologische Sammlung der Deutschen Steinkohle AG, die vorher in der Trierer Straße in Saarbrücken zu sehen war. Und dann haben wir auch noch private Sammlungen erhalten", berichtet der Wissenschaftler weiter. Insgesamt ist so alles zusammengekommen, was ein naturkundliches Museum ausmacht. Denn über zwei Millionen Sammlungsobjekte sind im Biodokumentationszentrum untergebracht. Im großen Lampensaal ausgestellt und mühelos von der Ausstellung "Das Erbe" zu erreichen, wird heute die geologische Sammlung der DSK präsentiert. "Die Ausstellung ‚Geologie der Region' haben wir, der Paläontologe Andreas Braun, unser Mitarbeiter Edgar Müller und ich im Jahr 2010 neu aufgebaut", sagt Andreas Bettinger. Und das sieht man der Ausstellung an. Sie ist modern, optisch ansprechend, mit Objekten, Karten und digitalen Fotos bebildert und erklärt sehr anschaulich die Funde der verschiedenen Gesteinsschichten im Saarland. Mit einem kurzen Film werden die Besucher in das Thema eingeführt, und ein - wenn auch älteres, aber trotzdem äußerst beeindruckendes - Modell der Erdschichten des Saarlandes empfängt die Besucher.

In fünf Abteilungen werden die Erdzeitalter vorgestellt, und die Besucher erfahren, dass im Karbon-Zeitalter vor 350 Millionen Jahren die Kohle entstanden ist, im Perm-Zeitalter der hiesige Sandstein und im Trias, vor 200 Millionen Jahren, der Muschelkalk. "Für die Schüler haben wir hier ein ‚Geolab' eingerichtet, ein Labor, in dem sie die Steine, die sie hier im Gelände gefunden haben, unter Anleitung untersuchen können", erzählt Andreas Bettinger weiter.

Hörspiel für Kinder



Daneben ist ein kleines Zelt aufgebaut. "Das ist für unsere jüngsten Besucher. Dort können sie sich hinlegen und dann ein Hörspiel über Steine und Geologie anhören", erzählt der Wissenschaftler schmunzelnd. Wem die Ausstellung "Geologie der Region" nicht ausreicht, kann sich nach einer Anmeldung auch das Biodokumentationszentrum zeigen lassen. "Im Biodokumentationszentrum wird wissenschaftlich gearbeitet. Hier steht die Forschung im Fokus und nicht die Präsentation. Daher sollten Interessierte sich anmelden, damit auch jemand von uns Zeit hat und den Besuchern alles zeigen kann", erklärt Bettinger. Aber die Mühe lohnt sich. Denn die zoologische Schausammlung zeigt präparierte Löwen, Bären oder Marder, aber auch einen vor wenigen Jahren im Saarland gefundenen Schlangenadler.

Auch die Pflanzensammlung oder die Insektensammlung, mit allein über einer Million Schmetterlingen, halten weitere Überraschungen parat.

Zum Thema:

Auf einen BlickAusstellung "Geologie der Region", Am Bergwerk Reden 11, 66578 Schiffweiler. Geöffnet Dienstag bis Sonntag von 10 Uhr bis 18 Uhr, Eintritt 2 Euro, Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren freier Eintritt. Die Ausstellung ist ein Teil des Zentrums für Biodokumentation, das man ebenfalls nach telefonischer Vereinbarung besichtigen kann: Tel. (06 81) 5 01 34 52, Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr, und Montag bis Donnerstag von 13 bis 15.30 Uhr. red