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Ortsrat Heiligenwald
Pflegewohnheim war Thema im Ortsrat

Klaus Gorny.
Klaus Gorny. FOTO: Wolfgang Niesen
Heiligenwald. Der Ortsrat Heiligenwald informierte sich über den geplanten Neubau des Schwesternverbandes. Es gibt bereits Interessenten für die Wohnungen. Von Anja Kernig

So langsam wird es ernst mit dem Pflegewohnheim Heiligenwald des Schwesternverbandes. Es ist „kein kleines Bauvorhaben“, stellte Architekt Christoph Jung seinen Ausführungen zum Hauptthema der Ortsratssitzung im Gasthaus Jägerhof vorweg. Vier Baukörper, ein- und zweigeschossig, sind auf dem etwa einen Hektar großen Gelände an der Sachsenkreuzhalle geplant – samt begrünten, geschützten Innenhöfen. Der Zugang erfolgt über die Friedrichstraße. Wobei sich der Anfahrtsverkehr, der ja im Vorfeld oft für lebhafte Spekulationen seitens der Anwohner sorgt, bei 15 bis 20 Mitarbeitern und maximal einem Lkw pro Tag „absolut in Grenzen hält“, so Dirk Sellmann.


Der Leiter der Marketingabteilung des Schwesternverbandes erklärte gern noch mal den Hintergrund des Vorhabens. So will man weg von der früher üblichen zentralen, siedlungsfernen Unterbringung möglichst vieler Menschen. Bestes Beispiel war der große Komplex „Häuser im Eichenwäldchen“ in Ottweiler, ehemals „Seid getrost“, wo bis 2010 noch 380 Plätze für behinderte und chronisch psychisch beeinträchtigte Menschen vorgehalten wurden.

Mit Unterstützung der Aktion Mensch sollen in einem Zeitraum von etwa zehn Jahren die Wohn- und Betreuungsangebote individueller auf die Bedürfnisse der Bewohner abgestimmt und entsprechende Gebäude neu errichtet werden, etwa in der Ottweiler Innenstadt und eben in Heiligenwald.



Hier wird auch zusätzlich Wohnraum für die Bevölkerung entstehen. Geplant sind zehn moderne Wohnungen zu je 60 Quadratmetern, barrierefrei und seniorengerecht. Bei Bedarf können Pflegeleistungen zugemietet werden. Interessenten gibt es bereits dafür, so konnte Ortsvorsteher Klaus Gorny zwei Anfragen weitervermitteln.

Zwei Gäste der Sitzung interessierten sich ebenfalls für die Mietwohnungen. Die, wie das Träger- und Planertrio bestätigte, auch noch flächen- und ausstattungsmäßig variabel seien.

Keine Vorbehalte hatten die Ratsmitglieder gegen die Freigabe des Planentwurfes des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes für die Öffentliche Auslegung, für die sie geschlossen stimmten.

Wie Gorny mitteilte, sind die kleinen Spielgeräte und das Schiff für den Spielplatz Margarethenstraße eingetroffen, „das kann man sich im Bauhof angucken“. Bis das Schiff farblich gestaltet ist, werden wohl noch mal vier bis fünf Wochen ins Land gehen. Eine gewisse Gefährdung geht derzeit von den Gabionenwänden am Itzenplitzer Weiher aus. Dort haben Unbekannte die Drahtverschlüsse der Körbe aufgebogen und Drähte zum Teil heraus gezogen, so dass sie jetzt abstehen. „Da muss man nur vorbei gehen, schon hat man so einen Draht im Bein“, bestätigte Bauamtsleiter Hubert Dürr. Tatsächlich hat sich bereits ein Kind verletzt. Mit der zuständigen Baufirma will man jetzt nach einer Lösung suchen. Was nicht so ganz einfach sei, so Dürr: „Wenn man die Verschlüsse zuschweißt, rosten die.“