Schmückende Schattenwerfer

Auf zwei Metern kann man in Schiffweiler ein ganzes Jahr hindurch die Zeit ablesen. Mit Hilfe der Sonne und mit Hilfe des eigenen Körpers. Und das annähernd genau. Wir haben es zum jährlichen Internationalen Tag der Sonne am 3. Mai getestet. Eine Station des Natur-Erlebnis-Weges Striet ist die so genannte lebendige Sonnenuhr. Eine Boden-Sonnenuhr auf einem Kreisrund, Durchmesser sechs Meter. Ausgeschabt beim Bau vor rund fünf Jahren auf eine Tiefe von 50 Zentimetern und aufgefüllt mit Schotter, damit kein Unkraut mehr durchschießt. Eingefasst mit Holzpflöcken. Exakt ausgerichtet auf Nord und Süd ist im Zentrum eine metallene Datumsschiene eingelassen. Die zwölf Monatsnamen sind mal enger, mal weiter auseinander aufgeschweißt, steht die Sonne doch durch die Jahreszeiten unterschiedlich hoch. Der Zeitsucher stellt sich mit dem Rücken zur Sonne auf den aktuellen Monatsnamen der Schiene, macht sich lang mit den Armen über dem Kopf und erkennt dann mit seinem Schattenwurf, wie spät es ist. Denn am Rand des Runds sind kleine Marmorscheiben mit den Stundenzahlen von 6 bis 21 auf Beton geklebt (nachts scheint keine Sonne…). "Die Uhr ist genau", betont Günter Kirsch (71), Pate des Natur-Erlebnis-Weges beim SZ-Besuch vor Ort. "Wir haben die Uhr auf die Lage Schiffweilers ausrichten lassen." 49.3667 Grad nördlicher Breite und 7.1333 Grad östlicher Länge. Auf den Erlebnisweg gebracht haben die interaktive Uhr gemeinsam die Gemeinde Schiffweiler und der Nabu Schiffweiler, deren stellvertretender Vorsitzender Kirsch ist: "Die Boden-Sonnenuhr soll uns zum Nachdenken und zur Beschäftigung mit der Zeit anregen." Bei dieser lebendigen Sonnenuhr übernimmt der Mensch die Rolle des Stabes, der den richtungsweisenden Schatten wirft. Bei den anderen Stationen bei unserer Tour durch den Landkreis funktionieren die Sonnenuhren ohne den Menschen als Schattenwerfer, haben einen festen Schattenstab. Wir wurden fündig an Hauswänden, auf der Wiese, im Garten oder auch auf dem Friedhof, wie unser Fotograf festgehalten hat. Hier sind die Schönwetter-Chronometer Dekor, manchmal auch mit einem Spruch Lebensweisheit. Von der Antike bis ins 19. Jahrhundert hatten Sonnenuhren ganz praktische Bedeutung, ehe mechanische und heute digitale Uhren aufkamen. Ohne die Sonne, diesen gigantischen Gasball, gibt es kein Leben auf der Erde. Und die Sonne - rund 150 Millionen Kilometer von der Erde entfernt - war für die Menschen schon immer auch ein Taktgeber. Der Himmelslauf gliedert den Tag und das Jahr auf der Erde. Bei unserem Test der lebendigen Sonnenuhr in Schiffweiler zeigt der Schattenwurf 10.10 Uhr an. "Sie müssen eine Stunde dazugeben", räumt Günter Kirsch Irritationen aus. "Sommerzeit, die wird hier nicht berücksichtigt." Also 11.10 Uhr. Das passt.

Auf zwei Metern kann man in Schiffweiler ein ganzes Jahr hindurch die Zeit ablesen. Mit Hilfe der Sonne und mit Hilfe des eigenen Körpers. Und das annähernd genau. Wir haben es zum jährlichen Internationalen Tag der Sonne am 3. Mai getestet.

Eine Station des Natur-Erlebnis-Weges Striet ist die so genannte lebendige Sonnenuhr. Eine Boden-Sonnenuhr auf einem Kreisrund, Durchmesser sechs Meter. Ausgeschabt beim Bau vor rund fünf Jahren auf eine Tiefe von 50 Zentimetern und aufgefüllt mit Schotter, damit kein Unkraut mehr durchschießt. Eingefasst mit Holzpflöcken.

Exakt ausgerichtet auf Nord und Süd ist im Zentrum eine metallene Datumsschiene eingelassen. Die zwölf Monatsnamen sind mal enger, mal weiter auseinander aufgeschweißt, steht die Sonne doch durch die Jahreszeiten unterschiedlich hoch. Der Zeitsucher stellt sich mit dem Rücken zur Sonne auf den aktuellen Monatsnamen der Schiene, macht sich lang mit den Armen über dem Kopf und erkennt dann mit seinem Schattenwurf, wie spät es ist. Denn am Rand des Runds sind kleine Marmorscheiben mit den Stundenzahlen von 6 bis 21 auf Beton geklebt (nachts scheint keine Sonne…). "Die Uhr ist genau", betont Günter Kirsch (71), Pate des Natur-Erlebnis-Weges beim SZ-Besuch vor Ort. "Wir haben die Uhr auf die Lage Schiffweilers ausrichten lassen." 49.3667 Grad nördlicher Breite und 7.1333 Grad östlicher Länge.

Auf den Erlebnisweg gebracht haben die interaktive Uhr gemeinsam die Gemeinde Schiffweiler und der Nabu Schiffweiler, deren stellvertretender Vorsitzender Kirsch ist: "Die Boden-Sonnenuhr soll uns zum Nachdenken und zur Beschäftigung mit der Zeit anregen."

Bei dieser lebendigen Sonnenuhr übernimmt der Mensch die Rolle des Stabes, der den richtungsweisenden Schatten wirft. Bei den anderen Stationen bei unserer Tour durch den Landkreis funktionieren die Sonnenuhren ohne den Menschen als Schattenwerfer, haben einen festen Schattenstab. Wir wurden fündig an Hauswänden, auf der Wiese, im Garten oder auch auf dem Friedhof, wie unser Fotograf festgehalten hat. Hier sind die Schönwetter-Chronometer Dekor, manchmal auch mit einem Spruch Lebensweisheit. Von der Antike bis ins 19. Jahrhundert hatten Sonnenuhren ganz praktische Bedeutung, ehe mechanische und heute digitale Uhren aufkamen.

Ohne die Sonne, diesen gigantischen Gasball, gibt es kein Leben auf der Erde. Und die Sonne - rund 150 Millionen Kilometer von der Erde entfernt - war für die Menschen schon immer auch ein Taktgeber. Der Himmelslauf gliedert den Tag und das Jahr auf der Erde.

Bei unserem Test der lebendigen Sonnenuhr in Schiffweiler zeigt der Schattenwurf 10.10 Uhr an. "Sie müssen eine Stunde dazugeben", räumt Günter Kirsch Irritationen aus. "Sommerzeit, die wird hier nicht berücksichtigt." Also 11.10 Uhr. Das passt.

 Heiligenwald, Hubert-Klär-Straße 4.
Heiligenwald, Hubert-Klär-Straße 4.
 Schiffweiler, Hinter der Flurwiese 8 (Foto oben). Die lebendige Sonnenuhr auf dem Natur-Erlebnis-Weg Striet in Schiffweiler (Foto rechts). Weg-Pate Günter Kirsch übernimmt beim Fototermin die Rolle des Stabes als Schattenwerfer. Fotos: Thomas Seeber
Schiffweiler, Hinter der Flurwiese 8 (Foto oben). Die lebendige Sonnenuhr auf dem Natur-Erlebnis-Weg Striet in Schiffweiler (Foto rechts). Weg-Pate Günter Kirsch übernimmt beim Fototermin die Rolle des Stabes als Schattenwerfer. Fotos: Thomas Seeber
 Hirzweiler, vor der Dorfwaldhalle.
Hirzweiler, vor der Dorfwaldhalle.
 Eppelborn, Keppstraße 1.
Eppelborn, Keppstraße 1.
 Zentralfriedhof Furpach, bei der Einsegnungshalle.
Zentralfriedhof Furpach, bei der Einsegnungshalle.
 Stennweiler, In der Schlanggasse 24.
Stennweiler, In der Schlanggasse 24.
 Ottweiler, Schlosshof 5, Hesse-Haus.
Ottweiler, Schlosshof 5, Hesse-Haus.
 Elversberg, Albert-Einstein-Straße 3.
Elversberg, Albert-Einstein-Straße 3.
 Illingen, Lateingasse 5 a, nahe Bahnhof.
Illingen, Lateingasse 5 a, nahe Bahnhof.

Zum Thema:

StichwortDer 3. Mai ist Internationaler Tag der Sonne. Ein Aktionstag, der durch das Umweltprogramm der Vereinten Nationen initiiert wurde. Es geht dabei um Möglichkeiten der Energieversorgung durch erneuerbare Energien wie eben der Solarenergie. Seit 2007 schließt sich dem Tag der Sonne eine Woche der Sonne an, in der über den Stern als Energielieferant informiert wird. cle