Schiffweiler hat sein Flüchtlings-Soll erfüllt

Schiffweiler hat sein Flüchtlings-Soll erfüllt

Katja Schwarz (CDU) ist neu im Schiffweiler Gemeinderat. Sie löst Franz Marx ab, der sein Mandat niedergelegt hat. In der September-Sitzung am Mittwochabend wurde Schwarz von Bürgermeister Markus Fuchs (SPD) offiziell verpflichtet.

. Die Tagesordnung der jüngsten Sitzung des Schiffweiler Gemeinderates bot wenig Diskussionspotenzial für die Mitglieder. Es ging beispielsweise um baurechtliche Regularien (Marktplatz Landsweiler-Reden, Errichtung eines Wohnhauses am Kastelberg), die keine unmittelbare Wirkung für die Bürger haben. Wenig ergiebig für die anwesende Öffentlichkeit, die neben der Presse aus einer einzigen Dame bestand, auch die Beratung und Beschlussfassung über den Stand des Haushaltsvollzuges 2015. Kämmerer Eric Schummer, als Herr der Zahlen im Schiffweiler Rathaus, fasste sich entsprechend kurz, betonte, dass der Haushaltsvollzug bisher weitestgehend planmäßig verlaufen sei. Die Sorge von Bernhard Planz (SPD ), nicht bis Jahresende verausgabte Gelder könnten verfallen, entkräftete er: "Investitionen sind aufs kommende Jahr übertragbar".

Eher ein Bürokratiemonster als ein Werkzeug zur Reduzierung von Lärm scheint der entsprechende "Aktionsplan" zu sein, zu dem der Gesetzgeber die Gemeinden verpflichtet. Denn die Krachmacher sind durchweg die viel befahrenen Landstraßen und auch die Bahntrassen. Und für die "sind die Gemeinden bekanntlich nicht zuständig", wie Bürgermeister Markus Fuchs sagte.

Interessanter wurde es dann beim Punkt "Anfragen und Mitteilungen". Mit Zufriedenheit stellte Fuchs fest, dass Schiffweiler sein Flüchtlings-Soll mittlerweile übererfüllt hat. Laut Schlüssel muss die Gemeinde 123 Menschen aufnehmen. Untergebracht sind aber mittlerweile 140 Flüchtlinge , weitere 16 sind avisiert. "Damit sind wir mit 33 Personen im Plus", freute sich Fuchs. In sechs gemeindeeigenen Wohnungen , 16 angemieteten Häusern und Wohnungen (vier sollen noch kurzfristig dazu kommen) seien die Menschen dezentral in den vier Ortsteilen untergebracht. Froh sei man auch, dass ein junger, arabisch sprechender Mann eingestellt werden konnte, der zwölf Stunden in der Woche für Dolmetscher-Dienste zur Verfügung steht. CDU-Sprecher Mathias Jochum lobte die Verwaltung ausdrücklich für ihr gutes Flüchtlings-Management.

Thema auch die Alm auf der Redener Halde. Wie die SZ berichtete, hat die Strukturholding Saar dem bisherigen Betreiber, der Funberg Saar GmbH, zum Jahresende gekündigt. Standortmanager Heinz-Peter Klein, der einen Besuch im Schiffweiler Rat bereits angeboten hat, wird nun in die nächste Sitzung eingeladen. Dann will man mehr erfahren, was das Land auf der Halde vorhat. Denn, da waren sich die Bürger-Vertreter einig, das Alm-Konzept sei sehr gut angekommen. Trotz der gastronomischen Unzulänglichkeiten. Thema in der nächsten Sitzung sollen auch Windrad-Aktivitäten auf dem Bann von Nachbar-Kommunen sein, von denen Schiffweiler (Itzenplitz, Stennweiler Wald) tangiert werden könnte.

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