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Johannes-Hoffmann-Platz
Johannes Hoffmann Platz eingeweiht

Der  Johannes-Hoffmann-Platz in Landsweiler-Reden wurde jetzt eigeweiht. Eine Gedenktafel erinnert an den Mamensgeber.
Der Johannes-Hoffmann-Platz in Landsweiler-Reden wurde jetzt eigeweiht. Eine Gedenktafel erinnert an den Mamensgeber. FOTO: Gemeinde Schiffweiler / Johannes Müller
Landsweiler-Reden. Eine Gedenkafel erinnert in Landweiler-Reden an den ersten Ministerpräsidenten des Saarlandes.

Johannes Hoffmann war nicht nur der erste Ministerpräsident des Saarlandes, sondern auch ein Sohn Landsweiler-Redens. In Landsweiler wurde er am 23. Dezember 1890 geboren und hier wurde nun auch ein Platz nach ihm benannt.


In Gedenken an jenen berühmten Politiker der Nachkriegszeit ist der Johannes-Hoffmann-Platz in der Kirchenstraße am alten Rathaus in Landsweiler-Reden feierlich eingeweiht worden. An diesem Freitag jährte sich auch der Todestag Hoffmanns zum 51. Mal, war der Politiker und Journalist doch am 21. September 1967 in Völklingen verstorben.

Der Ortsvorsteher von Landsweiler-Reden, Holger Maroldt, begrüßte die vielen Gäste. In einem lebendigen Vortrag gab Maroldt einen kurzen Einblick in das bewegte Leben Hoffmanns. Nachdem der junge Hoffmann gesundheitlich angeschlagen und mit einigen Auszeichnungen aus dem Ersten Weltkrieg heimgekehrt war, wandte er sich beruflich dem Journalismus zu. Er gründete 1920 die Zeitung „Saarkorrespondenz“ und später die „Neue Saarpost“. Letztere um seine Landsleute darüber aufzuklären, welche Gefahren eine Rückkehr der Saar ins Reich barg, wegen der sich deutlich abzeichnenden faschistischen Umtriebe des Hitler-Regimes. Er selbst trat vehement für die Beibehaltung des Status quo ein. Bei der Volksabstimmung 1935 stimmte schließlich eine überwältigende Mehrheit der Saar-Bürger für die Vereinigung mit Deutschland.



„Hoffmann war klar, dass er wegen seiner hitlerfeindlichen Haltung bei diesem eindeutigen Wahlergebnis Verfolgung durch die Gestapo befürchten musste“, sagte Maroldt in seiner Rede. Und tatsächlich wurde der ins Exil geflüchtete Hoffmann 1939 von der SS als Hochverräter eingestuft. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte er aus Luxemburg zurück, um zunächst seiner journalistischen Arbeit nachzugehen. „Er war noch kein halbes Jahr zurück in der Heimat, als die Gründung der Christlichen Volkspartei (CVP) auf seine maßgebliche Initiative hin erfolgte“, so Ortsvorsteher Maroldt. Damit legte er den Grundstein für seine politische Karriere. Am 21. Dezember 1947 wurde Hoffmann mehrheitlich zum ersten Ministerpräsidenten des Saarlandes gewählt.

Im Anschluss an seine Rede enthüllte Maroldt die neue Gedenktafel am Johannes-Hoffmann-Platz. Bei Getränken und einem kleinen Snack erinnerten sich die Anwesenden an ihren verdienstvollen Landsweiler Mitbürger.