Schiffweiler Anwalt Guido Britz schreibt Kinderbuch Die Pinselentführer

Schiffweiler Anwalt schreibt Kinderbuch : Wer hat Papas Rasierpinsel entführt?

Der Schiffweiler Anwalt Guido Britz hat ein Kinderbuch geschrieben. Erlös für guten Zweck.

Wenn einer der renommiertesten Strafverteidiger im Südwesten auf dem Cover eines Kinderbuchs als Autor erscheint, kann man sich schon mal verwundert die Augen reiben. Wer allerdings Professor Guido Britz aus Schiffweiler etwas besser kennt, weiß um seine „kleine Leidenschaft“, das Erfinden und Schreiben von Geschichten. Die ersten Menschen, die in den Genuss seiner Fabulierkunst kamen, waren die eigenen Kinder. Die sind mittlerweile zu groß für Papas Gutenachtgeschichten. Obwohl, auch Erwachsene haben ihre Freude an der Story um „Die Pinselentführer“, die Britz in Kooperation mit der Buchhandlung „Bock & Seip“ verlagsfrei auf den Markt gebracht hat.

Der „bekennende Nassrasierer“ Guido Britz hat einen verschwundenen Rasierpinsel zum Aufhänger für eine phantastische Reise in die Unterwelt des Waschbeckens genommen. Im Familienurlaub verschwindet dieser auf wundersame Weise aus dem Badezimmer. Als Papas Rasierpinsel plötzlich wieder am Waschbecken steht, versteckt sich der kleine Paul hinter dem Duschvorhang, um hinter das Geheimnis zu kommen. Welche Wirkung die rote Zauberseife hat, wer die klitzekleinen Pinselentführer sind und wo sie leben und vor allem, wofür sie die Haare aus dem Pinsel brauchen, das erfährt der Leser in einer spannend erzählten Geschichte. Liebevoll und detailreich illustriert wurde sie von der Saarbrücker Künstlerin Heike Mathis in spielerisch leicht wirkenden Aquarellen, die dennoch die Geschichte ernst nehmen. Für die Mediendesignerin ist es eine Premiere, nicht nur für den Autor eine absolut gelungene. Der verrät im Gespräch mit unserer Zeitung, dass die Geschichten für die nächsten beiden Bücher bereits stehen, wieder illustriert von Heike Mathis. Das nächste Buch stellt er sogar schon für dieses Jahr in Aussicht. Wann der viel beschäftigte Anwalt einer St. Ingberter Kanzlei Zeit zum Schreiben findet? „Die nehme ich mir nachts oder am Wochenende.“ Eine gedankliche Auszeit im stressigen Alltag – da ist das Schreiben von Kinderbüchern sicher nicht die schlechteste Idee. Literatur sei immer schon seine Leidenschaft gewesen, sagt der promovierte Rechtsanwalt. Humor hat Britz übrigens auch, das beweist er bei der Namensgebung seiner zweiten Hauptfigur, dem Chef der Pinselentführer. Der heißt Lesnip – woraus sich rückwärts gelesen das Wort Pinsel ergibt.

Der Reinerlös der Bücher sowie ein Teil der Bildereinnahmen kommen übrigens einem karitativen Zweck zugute: Der Elterninitiative krebskranker Kinder aus Homburg.

Die Pinselentführer sind online und im Handel als Hardcover bei „Bock & Seip“ unter der ISBN 978-3-9819317-1-6 erhältlich und kosten 19.95 Euro. Die erste Auflage umfasst 600 Exemplare.

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