Reden: Die Halde bleibt weiter unerschlossen. Taxiverkehr ist angedacht.

Entscheidung revidiert : Pläne für eine Halden-Bahn in Reden gekippt

Die seitens der Landesregierung seit über sechs Jahren intensiv verfolgten Pläne, das Haldenplateau am Erlebnis­standort Reden barrierefrei erreichbar zu machen, sind gekippt.

Gestern beschloss der Aufsichtsrat der landeseigenen IKS, kein Geld in einen Schrägaufzug (Haldenmetro) zu investieren. Der Kostenaufwand sei nach neuen technischen Prüfungen des schwierigen Baugrundes auf 3,4 Millionen Euro plus Folgekosten hoch geschnellt, erfuhr die SZ auf Nachfrage. Zu Beginn waren Kosten von rund 1,3 Millionen genannt worden, ein früherer Aufsichtsratsbeschluss deckt laut IKS nur 1,7 Millionen Euro. Langfristig strebt die IKS dennoch eine Halden-Erschließung an. Im Gespräch ist eine „innovative Lösung“: ein autonom fahrender Busverkehr. Dazu wird ein Forschungsprojekt in Auftrag gegeben. Um den Forderungen der Almwirte nach Erreichbarkeit gerecht zu werden, wird außerdem ein Interims-Modell installiert. Ein fahrplanmäßig organisierter Taxiverkehr soll Menschen zur Almgastronomie befördern.

Wie IKS-Sprecher Ludwin Vogel mitteilt, ist die Organisation noch ebenso ungeklärt wie die Frage, ob das Land für die Kosten aufkomme. Auch ist laut Vogel offen, ob die Gastronomen die Taxi-Lösung akzeptieren.  Kürzlich hatten die Almwirte mit Rückzug gedroht, falls keine Transportbahn gebaut würde.  Ihr 20-jähriger Pachtvertrag lässt dies durch eine Klausel zu.

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