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Ortsrat Schiffweiler
Rallyestrecke führt nun doch über den Striedtberg

Schiffweiler. Der Ortsrat Schiffweiler stimmt nach hitziger Dikussion mehrheitlich dem Vorschlag des Motorsportclubs zu. Von Gerhard Krämer

Eigentlich war eine deutliche Mehrheit im Ortsrat dem Ansinnen des MSC Schiffweiler gegenüber positiv eingestellt. Die Erfahrungen aus der gleichen Veranstaltung des Vorjahres waren zumindest nicht schlecht, so erinnerte man sich. Es habe ganz wenige Beschwerden, die für diese Art der Veranstaltung typisch seien, gegeben. Dass es bei Großveranstaltungen in der Mühlbachhalle zu Parkproblemen kommt, ist schon fast normal. Die Stimmung im Rat kippte allerdings, als klar wurde, dass in diesem Jahr die Wertungsprüfung nicht mehr im Gelände hinter der Gärtnerei Schäfer in Richtung Stennweiler stattfinden sollte, sondern auf dem Naturerlebnisweg „Striedtberg“. Die Wertungsprüfung sollte an der B 41 auf dem dortigen Feldweg in Richtung Stennweiler beginnen und in einem Rundkurs über den Naturerlebnisweg, weiter in Richtung Stennweiler, dann nach links Richtung  Schiffweiler über die L 297 bis zum Anwesen des Landwirts Scheidel, von dort Richtung Stennweiler Kipp, weiter nach rechts über die L 128 Richtung Ottweiler führen.


Für Rallye-Fahrer und -Fans sicherlich eine reizvolle Strecke, wie Karl-Heinz Ganster vom MSC Schiffweiler unterstrich. Der NABU Schiffweiler, vertreten durch Günter Kirsch, war ganz anderer Meinung. Er mahnte, dass jeder für Natur-, Umwelt- und Klimaschutz verantwortlich sei. Insbesondere der mit viel Privatinitiative gestaltete Naturerlebnisweg, der der Erholung und dem Kennenlernen der Natur dienen solle, dürfe nicht für eine Rallye missbraucht werden.

Eine hitzige Diskussion, bei der Ortsvorsteher Dominik Dietz wiederholt auf die Einhaltung der Reihenfolge bei den Wortmeldungen hinweisen musste, zeigte deutlich, dass sich die Ratsmitglieder ihre Entscheidung nicht leicht machten. Nachdem seitens des MSC zugesichert wurde, dass die Holzskulpturen und andere schützenswerte Einrichtungen und Pflanzungen optimal geschützt würden, stimmte der Ortsrat mehrheitlich bei zwei Gegenstimmen dem Vorhaben zu.



Im weiteren Verlauf der Sitzung informierte der Ortsvorsteher über Bauvorhaben der KEW. In der Paulstraße und einem Teilstück der Brückenstraße werden etwa 240 Meter Gas- und Wasserversorgungsleitung sowie 22 Gas- und Wassernetzanschlüsse ganz oder zum Teil erneuert. Die Baumaßnahme wird von Anfang April  bis voraussichtlich Ende Juli durchgeführt. Die Paulstraße wird anschließen komplett erneuert. In der Mühlenstraße wird ebenfalls die Gas- und Wasserversorgung auf einer Länge von 420 Metern mit 48 Gas- und Wasserversorgungsnetzanschlüsse erneuert. Diese Maßnahme wird voraussichtlich von Anfang April  bis Dezember  durchgeführt.

Mathias Jochum wies darauf hin, dass das Gelände der Firma Paulus in der Mühlenstraße offensichtlich nur mangelhaft gesichert sei.

Auch wurde von verschiedenen Ratsmitgliedern die wilde Mülllagerung an verschiedenen Glas- und Papiercontainern zur Sprache gebracht. Winfried Dietz regte an, eine Videoüberwachung zu installieren.