Platz in Lebach wird neugestaltet

Lebach. Die Stadt Lebach plant im Kreuzungsbereich von Marktstraße und Am Markt einen Minikreisel zu bauen (wir berichteten). Damit soll die bisherige oft irreführende Verkehrsführung geändert werden, der Innenstadtbereich zugänglicher zu erreichen sein. Namens der SPD-Fraktion sprach sich Anna Schmidt dagegen aus. Das Geld könne an anderer Stelle besser genutzt werden

Lebach. Die Stadt Lebach plant im Kreuzungsbereich von Marktstraße und Am Markt einen Minikreisel zu bauen (wir berichteten). Damit soll die bisherige oft irreführende Verkehrsführung geändert werden, der Innenstadtbereich zugänglicher zu erreichen sein. Namens der SPD-Fraktion sprach sich Anna Schmidt dagegen aus. Das Geld könne an anderer Stelle besser genutzt werden. Der Kreisel sei überflüssig, schädlich und ein Luxus, "für den wir kein Geld haben", heißt es in der Resolution. Dagegen befürworteten CDU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen den Plan. Ihre Vertreter sprachen von mehr Sicherheit und Übersicht, außerdem reduziere ein Kreisel die Geschwindigkeit. Die Verwaltung will nun schnellstmöglich einen Antrag auf Zuschuss stellen, der sich auf 75 Prozent (oder nichts) belaufen werde, die weiteren Kosten müssten im nächsten Haushalt eingestellt werden. Der Kreisel würde um die 300 000 Euro kosten.Für die Pickardstraße soll ein Bebauungsplan aufgestellt werden, da ein rechtskräftiger Plan fehle. Der Bereich verändere sich immer mehr von gewerblicher Nutzung hin zu Dienstleistung und Wohnen. Gleichzeitig beschloss der Stadtrat, ein Baugesuch für ein Jahr zurückzustellen. Ein Investor will in eine bestehende Gaststätte eine Spiel- und Automatenhalle errichten. Mit diesem aufschiebenden Beschluss will sich die Kommune nicht ihre eigenen Planungen in diesem Bereich eventuell erschweren.

In der Sitzung wurde ein neues Stadtratsmitglied verpflichtet. Von den Grünen legte Stefan Vogel sein Mandat nieder, sein Platz nimmt Dr. Erich Keller, Landsweiler, ein.

Die Neugestaltung des Bitscher Platzes war auf Antrag der Grünen ein weiteres Thema der Sitzung. Die beiden Vertreter, Dr. Arno Besse und Keller, fragten an, ob nicht ein Teil des bisherigen Baumbestandes in die Neuplanung mit einbezogen werden könne. Doch die Planungen seien abgeschlossen, viele Stunden hätten die einzelnen Stadtratsmitglieder an dem Konzept gesessen, der Zuwendungsbescheid von über 1,3 Millionen Euro bereits zugegangen, es gehe nun in die Umsetzung. Der Bitscher Platz soll auch weiterhin als Kirmes- und Parkplatz dienen, als Bäume wurden Gleditschien (ein in der Krone weit ausladender Laubbaum, auch "Lederhülsenbaum" genannt) ausgewählt, da diese Hitze, Staub und Ungeziefer trotzen. Die Imbissbude wird mit integriert, ein Brunnen ist geplant und mehrere Ruhebänke.

Der Stadtrat beauftragte eine Firma, den Hundebestand in der Kommune festzustellen. Aktuell sind 1035 Hunde gemeldet. Bei der letzten Hundebestandsaufnahme 1998 wurden 191 Hunde zusätzlich erfasst. Einstimmig wurde beschlossen, die Firma ausschließlich auf Erfolgsbasis zu engagieren. Für jeden neu erfassten Ersthund wird die Firma 65 Euro und für jeden weiteren nicht registrierten Hund 99 Euro erhalten.