Ortsrat uneins bei Tempo-Smileys

Die Verkehrssituation in einigen Straßen Schiffweilers gestaltet sich zunehmend problematisch. Besonders die Parkstraße scheint betroffen, wie im Schiffweiler Ortsrat deutlich wurde.

Anwohnerin Eva Edinger beschrieb die Zustände als "Zumutung", das Verhalten mancher Autofahrer als "Nötigung " und "Angriff" auf "Leib und Leben". Ein Warnschild, welches optisch in Form von lachenden und traurigen Smileys Geschwindigkeitsübertretungen anzeigt, soll Abhilfe schaffen. "Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass so ein Gerät hilft", beteuerte Ortsvorsteher Dominik Dietz. Mathias Jochum (CDU ) bezeichnete die Lösung als "absolut passend". Jochum: "Ich bitte darum, dass man das Nötige umsetzt, wenn die Probleme wirklich gravierend sind."

Dagegen hielt Erwin Mohns (Die Linke ) eine Messtafel für überflüssig: "Mit dem Aufstellen dieses Gerätes lösen wir das Problem nicht. Ich brauche keine Smileys, die mir meine Geschwindigkeit anzeigen. Ich schaue auf den Tacho!" Seiner Meinung nach hilft nur eine massive Ausdehnung der Überwachungsmaßnahmen. "Es spricht nichts dagegen, mal 14 Tage am Stück Kontrollen zu machen." Maßnahmen in diesem Umfang seien allerdings schwierig umzusetzen, gab der Ortsvorsteher zu bedenken: Auch die anderen Ortsteile hätten mit ähnlich gelagerten Problemen zu kämpfen, die Kapazitäten seien begrenzt. Messungen und entsprechende Sanktionen rücksichtsloser Autofahrer sollen dennoch durchgeführt werden. Die Weitergabe an die Polizei ist bereits erfolgt.

Winfried Dietz (SPD ) bemängelte zudem, dass im vorderen Bereich der Straße Blumenkübel ersetzt werden müssten. Auch diese seien kaputtgefahren worden. Neue Kästen könnten schon geschwindigkeitshemmend wirken, so Dietz. Außerdem sei die Straßenmarkierung als Hinweis auf eine Zone 30 mäßig sichtbar. Sie sollte in der Mitte der Straße platziert oder zumindest ein Stück vorgezogen werden.

Indes wunderte sich Jochum, dass "die komplette Skateranlage verschwunden ist". Der Ortsvorsteher erklärte, dass bei den Gerätschaften verschleißtypische Mängel festgestellt wurden und eine Verkehrsgefährdung gegeben sei. Eine Instandsetzung werde derzeit geprüft. Eventuell müsse es auch Neuanschaffungen geben, wobei dort natürlich auch "der knappe Haushalt eine Rolle spielt". Jochum kritisierte: "Kaum haben wir drei Tage schönes Wetter, schon werden die Geräte abgebaut."

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