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Ortsrat Landsweiler
Ortsrat schätzt Grubenflutung sehr kritisch ein

Landsweiler-Reden. Von Mathias Huckert

Als letzter der vier Ortsräte in Schiffweiler hat sich nun auch der Rat in Landsweiler-Reden über die Pläne zur Grubenflutung durch die RAG beratschlagt. Außerdem war die Bezuschussung von Vereinen im Ortsteil Thema der jüngsten Sitzung des Rates.



Auch der Ortsrat Landsweiler-Reden sprach sich für die Beschlussvorlage der Gemeindeverwaltung in Bezug auf die Pläne der RAG aus. Damit folgte man dem Beispiel der Ortsräte in Schiffweiler, Stennweiler und Heiligenwald. Die Beschlussvorlage schätzt das Konzept der RAG zur „Optimierung der Grubenwasserhaltung“ als sehr kritisch ein und lehnt eine Zustimmung ab (siehe gleiche Seite oben). Unter anderem sei anhand der Unterlagen der RAG eine Beeinträchtigung der Trinkwasserqualität nicht zweifelsfrei auszuschließen. Der Schiffweiler Bauamtsleiter Hubert Dürk erörterte dem Ortsrat Landsweiler-Reden die Bedenken der Verwaltung. „Es ist dann auch mit Hebungen an der Erdoberfläche von bis zu zehn Zentimetern zu rechnen“, sagte Dürk. Speziell für die Gewässer in der Gemeinde seien die Folgen der Grubenflutungen in den Wasserprovinzen Reden und Duhamel nicht abzuschätzen. Dürk: „Fest steht, dass der Itzenplitzer Weiher nicht mehr das sein wird, was er war.“

Zusätzlich zur Zustimmung der Beschlussvorlage der Gemeinde brachte der Ortsrat noch Ergänzungen vor. So soll, im Falle einer Durchsetzung der Pläne der RAG, ein „öffentlich-rechtlicher Vertrag zwischen Land und Kommunen sowie der RAG“ geschaffen werden, wie Ratsmitglied Reinhard Detlef (SPD) erklärte. Außerdem soll eine Aufhebung der Verjährung von Bergschäden durchgesetzt werden. Dadurch könne einem Wertverlust, den Privateigentümer durch die Grubenflutungen möglicherweise erleiden könnten, vorgebeugt werden.

Auch die Bezuschussung der Vereine war ein Thema im Ortsrat Landsweiler-Reden. Vereine im Ort konnten noch bis zum 1. Dezember durch das Ausfüllen eines Fragebogens eine Bezuschussung durch den Ortsrat beantragen. Jetzt wurde von der Liste der bezuschussten Vereine einer wieder gestrichen, drei weitere Vereine sollen aufgenommen werden. Am Sockelbetrag von 50 Euro für jeden Verein soll sich vermutlich nichts ändern, wie Ortsvorsteher Holger Maroldt in der Sitzung betonte.