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Lebenshilfe
WZB plant modernes Wohnprojekt

So soll die neue WZB-Wohnstätte auf dem ehemaligen Gelände der evangelischen Kirchengemeinde in Stennweilereinmal aussehen.
So soll die neue WZB-Wohnstätte auf dem ehemaligen Gelände der evangelischen Kirchengemeinde in Stennweilereinmal aussehen. FOTO: Lebenshilfe / Katharina Wruck
Stennweiler. Auf einem ehemaligen Kirchen-Gelände in Stennweiler soll bis 2020 eine neue Wohnstätte für 18 WZB-Beschäftigte entstehen.

18 Beschäftigte des Werkstattzentrums für behinderte Menschen der Lebenshilfe gGmbH (WZB) werden voraussichtlich 2020 auf dem ehemaligen Gelände der evangelischen Kirchengemeinde in der Lindenstraße in Stennweiler ein neues Zuhause finden. Das hat die Gesellschaft nun mitgeteilt. Das WZB hat das frühere Kirchengelände gekauft, um dort nach dem Rückbau der entwidmeten Kirche eine neue Wohnstätte zu errichten.


Warum die neue Wohnstätte notwendig geworden ist, erläutert Katharina Wruck, Leiterin stationäres Wohnen, Wohnbereich II: ,,Durch das ambulant betreute Wohnen mit intensiver Unterstützung, das das WZB seit einigen Jahren anbietet, konnten 15 Menschen mit geistiger Behinderung aus dem Wohnstättenbereich in diese neue Wohnform wechseln.

Trotz der geänderten Wohnform blieben die Werkstattbeschäftigten in ihren bisherigen Wohnungen in der Andreasstraße. Wir wollten dadurch natürlich keine Plätze im stationären Bereich verlieren und haben uns deshalb zu der Errichtung einer neuen Wohnstätte entschlossen.“ Zusätzlich zu diesen 15 Plätzen genehmigte das Ministerium auf Basis der con_sens-Studie, mit deren Hilfe der künftige Bedarf an Betreuungsangeboten ermittelt wurde, drei weitere Plätze.



„Die neue Wohnstätte bietet einen wunderschönen Blick in die Natur, ist aber trotzdem gut an den öffentlichen Personennahverkehr angebunden“, erläutert Katharina Wruck. Geschäfte, Cafés und Restaurants können zu Fuß oder mit dem Bus problemlos erreicht werden.

In zweigeschossiger Bauweise entstehen 18 Einzelzimmer, von denen jeweils zwei bei Bedarf auch schnell und unkompliziert in eine Paarwohnung umgewandelt werden können. Auf Barrierefreiheit haben die Verantwortlichen beim Bau der neuen Wohnstätte großen Wert gelegt, wie es weiter heißt. Für Rollstuhlfahrer stehen insgesamt fünf Zimmer zur Verfügung. Die Möbel für die Bewohner werden in der WZB-eigenen Schreinerei produziert.

Die Wohnstätte soll später zwei getrennte Gruppen beherbergen, von denen jede über eine eigene Wohnküche verfügt. Um die Selbstständigkeit der Bewohner zu fördern, sollen sich diese im Rahmen ihrer jeweiligen Möglichkeiten selbst versorgen. „Am Wochenende wird gemeinsam gekocht und gebacken“, informiert Katharina Wruck.

„Wir möchten uns in die Dorfgemeinschaft integrieren und uns für die Bürgerinnen und Bürger öffnen“, unterstreicht Wruck. So wird die Kirche zwar zurückgebaut, der symbolträchtige Kirchturm mit dem Geläut bleibt jedoch erhalten und kann bei Bedarf von der evangelischen Kirchengemeinde Schiffweiler-Stennweiler genutzt werden. Auf dem Außengelände der Wohnstätte wird für die liturgischen Gegenstände wie Taufstein, Kanzel und Altar eine Andachtsfläche geschaffen. Um die Verbundenheit mit dem Ort zu dokumentieren, hat das WZB eine Sitzbank an der 1000-jährigen Linde in der Lindenstraße gespendet.

„Die meisten Menschen haben sehr positiv auf den geplanten Bau der Wohnstätte reagiert“, unterstreicht Katharina Wruck, die im öffentlichen Teil einer Gemeinderatssitzung über das Projekt informierte und interessierte Bürger zum Besuch einer bereits bestehenden WZB-Wohnstätte einlud. Hierbei betonte Wruck des Weiteren, dass man mit Bürgermeister Markus Fuchs und der Gemeindeverwaltung sehr gut zusammenarbeitet.