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Naturschutzbund rät: Nistkästen nicht im Herbst säubern

Naturschutzbund rät: Nistkästen nicht im Herbst säubern

Der Naturschutzbund macht darauf aufmerksam, dass Bruthilfen für Vögel im Herbst noch eine wichtige Funktion erfüllen und deshalb in dieser Zeit nicht gereinigt werden sollten. Mancher Zweitmieter braucht den Platz.

. Natürlich sind Nistkästen vor allem als Bruthilfe für Vögel im Frühjahr gedacht. Dass sie auch im Winter wichtige Aufgaben erfüllen, ist weniger bekannt. Dabei bieten sie nicht nur Vögeln, sondern auch kleinen Säugetieren und Insekten ein schützendes Heim. Darauf weist der Naturschutzbund (Nabu) Schiffweiler in einer Pressemitteilung hin.

Wer den Spätsommer als Reinigungstermin verpasst hat, sollte im Herbst keine Nistkästen mehr säubern. Nach dem Ausflug der Vormieter haben sich in viele Behausungen nun nämlich neue Bewohner einquartiert. So dienen die alten Nester in den Kästen unter anderem Spatzen, Meisen und Zaunkönigen als Unterschlupf in kalten Nächten. Mancher Vogelkasten ist zudem mit Siebenschläfern, Haselmäusen oder Fledermäusen belegt, die man besser ebenfalls nicht stört. Die Kästen sollten deshalb nun frühestens im Februar oder März gereinigt werden.

Auch wer neue Nistkästen aufhängen will, sollte nicht bis zum Frühjahr warten. Viele Vögel , die die kalte Jahreszeit bei uns verbringen, suchen in kalten Herbst- und Winternächten mangels natürlicher Höhlen und Nischen Schutz in den künstlichen Nisthilfen, heißt es weiter. Selbst die wetterbeständigsten Outdoor-Profis schätzen eine warme Schlafstube. Da Vögel mit 39 bis 42 Grad ständig eine höhere Körpertemperatur als Säugetiere aufrecht erhalten müssen, verbrennen sie in der kalten Jahreszeit viel Körperfett. Sie verlieren schnell an Gewicht und sind oft geschwächt.

Eine kalte Nacht auf einem schutzlosen Zweig kann da manchmal zum Verhängnis werden. Wer noch einen Nistkasten im Keller hat, sollte ihn deshalb schon jetzt aufhängen. Er dient den gefiederten Freunden nicht nur als wärmender Unterschlupf, sondern bietet auch die Möglichkeit, sich bereits mit einem geeigneten Nistplatz für die nächste Brutzeit vertraut zu machen, so heißt es abschließend in der Nabu-Pressemitteilung.