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Die Flitsch lässt’s krachen
Narren-Jahrmarkt mit internationalem Flair

Weit gereiste Gäste: Das Prinzenpaar Laurent I. und Andrea I. aus Luxemburg hatte sichtlich Spaß am närrischen Treiben.
Weit gereiste Gäste: Das Prinzenpaar Laurent I. und Andrea I. aus Luxemburg hatte sichtlich Spaß am närrischen Treiben. FOTO: Jörg Jacobi
Heiligenwald. Die Galasitzung der Heiligenwalder Flitsch machte den Gästen im Bürgerhaus mächtig Spaß und bot beste Unterhaltung. Von Gerhard Krämer

Ein riesiger Autobus mit luxemburgischem Kennzeichen kündigte schon vor dem Bürgerhaus in Heiligenwald am Samstag an, dass bei der Kappensitzung der Flitsch Großes bevorstand. Ein tolles Bühnenbild deutet an, dass Gutzjer, Schießbude und Geischderbahn das närrische Volk erwarteten. Gekonnt mehrsprachig (mit leichten Abstrichen) begrüßte der Sitzungspräsident Reinhard Wagner die Delegation aus Petingen/Luxemburg, verkündete einige Karnevalsgesetze und nahm der versammelten Narrenschar das Gelöbnis ab, mit Witz, Humor, Gesang und guter Laune Fastnacht zu feiern. Alle Närrinnen und Narren an den Tischen mussten sich einander vorstellen und kundtun, ob sie verheiratet oder ledig sind.


Stehend, mit Applaus und Musik, begrüßte das närrische Volk das Prinzenpaar Sebastian I. und Melanie I. mit den Garden – die närrische Jahrmarktstimmung war perfekt. Das Marschmedley der Mini-Garde war bereits ein erster Höhepunkt. 14 kleine Tänzerinnen und Johannes Hoffmann als tanzender Hahn im Korb waren auf der Bühne. Johannes Hoffmann ist mit seinen acht Jahren bereits ein erfahrener Fastnachter. Auf Nachfrage der SZ erzählte er, dass er bereits mit fünf Jahren auf der Bühne stand und seit zwei Jahren Büttenreden vorträgt. Auch an diesem Abend hatte er noch eine Büttenrede parat. Und auf die Frage, wie das mit dem Lampenfieber sei, antwortete er ganz cool „Irgendwie grien mir das schon gereschelt“. Eine tolle Premiere zeigte das Minimariechen Pauline Düppre. Obwohl sie ganz alleine auf der großen Bühne war, brachte sie den Saal zum Toben.

Einen besonderen Akzent setzten die Gäste aus Luxemburg, die mit ihrer gesamten Delegation auf die Bühne kamen und von Daniela Schorr, einer gebürtigen Schweizerin, die Orden erhielten. Luxemburg, Schweiz und Heiligenwald – ein wirklich internationaler närrischer Jahrmarkt. Insbesondere der Fastnachtsruf der Luxemburger „De Peitenger Wand de bleist, de bleist, de bleist…“ (Der Petinger Wind, der bläst, der bläst, der bläst …) sorgte beim Sitzungspräsidenten für Freude, weshalb er den Ruf auch mehrmals wiederholen ließ. Das närrische Volk dankte es ihm. Die Stimmung kochte. Das bunte Treiben ging weiter mit Büttenreden, Gesang, Tanz und guter Laune. Getreu dem Gelöbnis hielten alle, was sie versprochen hatten.