Viele Zeugenaussagen Mögliches Sexualdelikt in Landsweiler-Reden – das ist der Stand der Ermittlungen

Landsweiler-Reden · Noch immer sitzt der Schock in der Gemeinde Schiffweiler tief. Am vergangenen Dienstag wurde die Leiche einer 69-Jährigen gefunden, die womöglich Opfer eines Sexualdeliktes wurde. Wie die Polizei dem Täter nun auf die Spur kommen will.

Mögliches Sexualdelikt in Landsweiler-Reden – Ermittlungsstand
Foto: dpa/Friso Gentsch

Ein ungläubiges Kopfschütteln bei allen, die sich darüber unterhalten. Was da in Landsweiler-Reden passiert ist, war schlichtweg unvorstellbar. Am Dienstagnachmittag verschwand eine 69-jährige Frau aus Landsweiler-Reden. Sie war mit ihrem E-Bike unterwegs gewesen und kam nicht mehr nach Hause, obwohl sie als sehr zuverlässig galt.

Am Donnerstagabend fand die Polizei eine Frauenleiche im Sinnerbach, nahe der Kläranlage Sinnerthal. Am Freitagnachmittag dann die traurige Gewissheit: Die Obduktion ergab, dass es sich bei der Toten um die Vermisste aus Landsweiler-Reden handelt. Doch nicht nur das. Die Polizei geht davon aus, dass die Vermisste am Dienstag, 5. September, zwischen 8 Uhr und 16 Uhr Opfer eines Sexualdeliktes wurde. Die genaue Todesursache ist der Polizei jedoch noch nicht bekannt. Ergebnisse der Obduktion hierzu liegen noch nicht vor.

Gabriele M. aus Schiffweiler tot im Sinnerbach gefunden: Fundort und Ermittlungsstand
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Wo die Tote aus Schiffweiler im Sinnerbach gefunden wurde und was bisher bekannt ist

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Foto: Brandon Lee Posse

Bürgermeister warnt vor Waldgebiet

Fassungslosigkeit in der gesamten Gemeinde. „Ein Sachverhalt, den es leider immer wieder gibt, aber doch nicht bei uns, sollte man meinen“, fasst Bürgermeister Markus Fuchs in einem Facebookbeitrag zusammen, was viele Schiffweiler Bürger denken. Doch es geschah. Da noch keine weiteren Ermittlungsergebnisse vorlagen und kein Täter geschnappt wurde, bat der Bürgermeister, das Waldgebiet rund um den Tatort zu meiden und den Bereich nicht zu betreten „jedenfalls nicht alleine, schon gar nicht bei Dunkelheit“ schreibt er in seinem Post auf Facebook.

Bereits einige Zeugen – Polizei hofft weiter auf Hinweise

Derweil versucht die Polizei mit Hochdruck den Täter zu finden. Die Ermittler der mehr als 20-köpfigen Mordkommission hielten es bereits am Freitag für möglich, dass es Zeugen der Tat gab. Sie suchten Verkehrsteilnehmer, die von der B 41 aus Beobachtungen oder gar Aufnahmen gemacht hatten, die der Polizei bei den Ermittlungen weiterhelfen könnten. Diese Straße führt am Leichenfundort vorbei.

Auch auf Beobachtungen, die an einem nahegelegenen Kreisverkehr der B41 (Sinnerthal, bei Landsweiler-Reden, in Richtung A 8) gemacht wurden, hatten die Ermittler gehofft, da dort das Handy der Frau gefunden worden war.

Bis zum Montagmorgen gingen bei der Polizei eine mittlere zweistellige Zahl an Zeugenhinweisen ein, wie der Sprecher des Landespolizeipräsidiums, Stephan Laßotta berichtet. Darunter befände sich jedoch noch keine „heiße Spur“. Trotzdem hält der Sprecher einige Hinweise für „erfolgversprechend“. Nun werde die Polizei die Zeugen einladen, sie vernehmen und die Aussagen vergleichen, um möglicherweise nähere Informationen zum Tathergang und Täter zu erhalten.

Für weitere Hinweise ist unter der Rufnummer 0800 330 4614 ein Hinweistelefon eingerichtet.

Weitere Suchmaßnahmen im Bereich

Unterdessen gehen in Landsweiler-Reden die Suchmaßnahmen weiter. Noch immer ist die Mordkommission vor Ort und durchforstet das Gebiet nach weiteren Hinweisen.

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