Mit Musik steigt die Lebensfreude

Heiligenwald/Schiffweiler. Das Frühjahrskonzert des Musikvereins Harmonie Schiffweiler ist alljährlich ein Höhepunkt im kulturellen Angebot der Gemeinde. Seine Botschaft: Wenn es wieder wärmer wird, steigt auch die Lebensfreude

Heiligenwald/Schiffweiler. Das Frühjahrskonzert des Musikvereins Harmonie Schiffweiler ist alljährlich ein Höhepunkt im kulturellen Angebot der Gemeinde. Seine Botschaft: Wenn es wieder wärmer wird, steigt auch die Lebensfreude. Und mit welchen Mitteln als mit denen der Musik, mit der Lust am Musizieren, könnte man besser dokumentieren, dass es aufwärts geht mit dem Wohlbefinden der Menschen? Die Harmonie ließ sich auch in diesem Jahr wieder etwas Besonderes einfallen und präsentierte in ihrem Konzerttitel "Unisolo" Mitglieder aller Register ihres Blasorchesters als Solisten. Damit wollte Dirigent Klaus Bock dokumentieren, dass es beim Zusammenwirken von über 30 Musikanten, so auch bei der "Jupiter Hymne", dem Bringer der Fröhlichkeit gewidmet, auf das Können jedes Einzelnen ankommt. Dies gelang auf vorzügliche Weise. Ob bei Ravels Bolero, Stefan Schug und Fabian Scheid, Tam-Tam und kleine Trommel, Kristin Klein, Klarinette, Martina Puhl-Krapf, Flöte, oder Philipp Klein, Trompete, Johanna Träms Meditation an der Blockflöte oder Johannes Zimmers Trompetendarbietung "Ferien-Jet", die Laienmusiker, sonst eher fast anonym im Orchester "verschwindend", standen im Rampenlicht. Wer hätte gedacht, dass in Ton und Größe so unterschiedliche Instrumente wie Tenorhorn, Martin Schäfer, und Pikkoloflöte, Silke Wolf, im Zusammenspiel bei "Grandfather's Clock" das Publikum faszinieren. Ebenso "Saxo-Time", die von Kristin Heblich, Isabelle Paul, Sebastian Stuppi, Céline Zapp, Silke Fersner, Helmut Reis und Andreas Wilhelm, das auf Alt-, Tenor- oder Bariton-Saxophon zu einer schwungvollen Kreation geriet. Köstlich anzuhören auch Angelo Branduardis "La Pulce D'Acqua", "Lassen wir den Wasserfloh tanzen", ein mit der Querflöte intoniertes und mit barocken Elementen ausgestattetes Stück. Spritzig natürlich der "Klarinetten-Muckl", dem zwei jungen Damen und Patrick Zimmer, Klarinette, Tempo verliehen. Wer die Musizierenden auf der Bühne der Jahnturnhalle bei ihren Soli erlebte, der glaubte den Worten von Klaus Bock, als er "Music was my first love" zur Nationalhymne erhob, "Musik war meine erste (große) Liebe". Letzteres darf man wohl auch Anika Dirnberger, Christian Hautz, Lisa Nitschky, Lisa Sandick und Anna Rossien, alle zwischen zwölf und 14 Jahre alt und Mitglieder des Jugendorchesters, unterstellen. Sie wie auch etliche Mitglieder des großen Blasorchesters haben die Nachwuchsförderung des Musikvereins Harmonie erfahren, in Marga Fricks Blockflötenkursen die ersten Schritte zur Beherrschung eines Instrumentes mitgemacht. Am Sonntag bewiesen sie im über 20 Personen umfassenden Jugendorchester Schiffweiler-Wemmetsweiler mit "Earth, Wind and Fire Dance Mix", Let's Groove, Boogie, Wonderland and Sing a Song, dass sie auf dem besten Weg sind, ihr Ziel, die Aufnahme ins Orchester der "Großen", bald erreichen. rp