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Meditativer Gang auf die Redener Halde

Landsweiler-Reden. Die Redener Bergehalde mit der zünftigen Alm obenauf, ist üblicherweise ein Ort, an dem die Leute Spaß in ihrer Freizeit erleben wollen. Am Freitagnachmittag trafen sich dort Gläubige zum meditativen Kreuzweg. Solveig Lenz-Engel

. Zum zweiten Mal hatte der Kreis Frau und Kirche der katholischen Frauengemeinschaft Heiligenwald zum meditativen Kreuzweg an diesen Ort eingeladen. Diesmal kamen gut zwei Dutzend Frauen und folgten der Gemeinde-Referentin Brigitte Philippi zu acht Stationen in Erinnerung der Passion Jesu. Auf dem Parkplatz am Haldenfuß hinter den Gondwana-Hallen sammelte sich die Gruppe um die Vorsitzende der katholischen Frauengemeinschaft Heiligenwald, Christiane Knapp. Und so staunten andere Besucher des Erlebnisortes Reden nicht schlecht, dort auf geistliche Lieder singende Frauen zu treffen.

Die Idee zum Halden-Kreuzweg hatte im vergangenen Jahr Brigitte Philippi, die das angekündigte Gipfelkreuz auf dem Plateau vermisste. So gestalteten die Heiligenwalder Frauen selbst ein Kreuz aus Weide, das sie auf einem ruhigen Fleckchen, ein gutes Stück von der Almhütte entfernt platzierten. Dieses Kreuz, zwischenzeitlich im Gehölz verschwunden, mittlerweile aber wieder aufgetaucht, war jetzt das Ziel der Gruppe. "Wir wollen die Leidensgeschichte ins Leben heute übertragen, den Blick schärfen für die Situation der Menschen in unserem heimischen Lebensumfeld", sagte die Gemeinde-Referentin der SZ. Wobei bei den Fürbitten auch an die Not in der ganzen Welt erinnert wurde. Menschen "ins Gebet zu nehmen" war eine der Intentionen des meditativen Kreuzwegs, bei dem die Frauen rund eineinhalb Stunden unterwegs waren. Die Halde, die übers Jahr so viele Spaß und Erholung suchende Menschen anzieht, als spirituellen Ort zu erleben, das war eine ganz neue Erfahrung.