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Mauer wird zum Kunstobjekt

Heiligenwald. Einen so genannten Kunstpunkt setzten die Mitarbeiter der Neuen Arbeit Saar (NAS) an einer vormals grauen Mauer am Ortseingang Heiligenwald. Die unansehnliche, zirka 50 Meter lange Mauer an der Einmündung am Bergwerk Reden/Kreisstraße wurde zuvor ausgebessert und weiß grundiert. In großen Lettern wird auf den Naherholungsraum Itzenplitz hingewiesen

Heiligenwald. Einen so genannten Kunstpunkt setzten die Mitarbeiter der Neuen Arbeit Saar (NAS) an einer vormals grauen Mauer am Ortseingang Heiligenwald. Die unansehnliche, zirka 50 Meter lange Mauer an der Einmündung am Bergwerk Reden/Kreisstraße wurde zuvor ausgebessert und weiß grundiert. In großen Lettern wird auf den Naherholungsraum Itzenplitz hingewiesen. Das einzigartige historische Pumpenhaus ist ebenso abgebildet wie eine Zauneidechse, quasi stellvertretend für das Vorkommen heimischer Tiere. Bernd Sträßer, künstlerischer Leiter der NAS: "Die Eidechse ist zwar eine riesengroße Vergrößerung, sollte aber nicht mit den Dinosauriern im Gondwana-Park verwechselt werden. Wir wollten ein Lebewesen zeigen, das hierzulande überall vorkommt." Eingebunden in die Maßnahme waren Gerhard Bump als technischer Leiter, Sozialpädagogin Anke Schubmehl, der Kunstmaler Nisret Ramosay sowie die für die Ausführung Verantwortlichen, David Bauer, Beatrice Sauron und Sandra Wagner. Als die Mauerbemalung am Samstag vorgestellt wurde, machte Heiligenwalds Ortsvorsteher Rüdiger Zakrzewski deutlich, dass solche Kunstpunkte die Außendarstellung einer Gemeinde wesentlich verbesserten. "Und dies ist auch bei uns bitter notwendig." Die Natur sei ein Farbenwunder und könne Künstlern als Vorbild dienen. Bei einem Umtrunk, den Zakrzweski mit den Worten "Besser von Picasso gemalt als vom Schicksal gezeichnet" in den Räumen der NAS einleitete, wurden weitere Kunstprojekte vorgestellt, die in Schiffweiler realisiert werden. Darunter das Modell einer Skulptur, eine Hand mit richtungweisend ausgestreckten Fingern. Sie wird aus einem 2,5 Tonnen schweren Gesteinsbrocken herausgearbeitet, soll am Fünf-Finger-Weg nahe dem Sachsenkreuz aufgestellt werden und dem Wanderer zeigen, wie er von hier aus in die umliegenden Gemeinden findet. rp