| 20:22 Uhr

Mathias Jochum Bürgermeisterkandidat der CDU Schiffweiler
Breite Zustimmung macht Kandidaten stolz

Die Mitglieder der CDU Schiffweiler haben Mathias Jochum (rechts) am Montag zum Bürgermeisterkandidat für die Gemeinde Schiffweiler gewählt. Roland Theis leitete die Versammlung.
Die Mitglieder der CDU Schiffweiler haben Mathias Jochum (rechts) am Montag zum Bürgermeisterkandidat für die Gemeinde Schiffweiler gewählt. Roland Theis leitete die Versammlung. FOTO: Jörg Jacobi
Schiffweiler. Die CDU Schiffweiler schickt Mathias Jochum ins Rennen um den Posten des Bürgermeisters. Von Michael Beer

Mathias Jochum strahlte schon lange, bevor es auf die Wahl zum Bürgermeister-Kandidaten der CDU Schiffweiler zuging. Im ersten Stock des Rosenhotel Scherer begrüßte er gegen 18 Uhr die Gäste. Und schon da waren die Stuhlreihen des Veranstaltungssaals gut gefüllt. Und als die Veranstaltung des Gemeindeverbands Schiffweiler dann losging, stellte er bei fast 70 Leuten im Saal, davon 50 stimmberechtigte Mitglieder, zufrieden fest: „Ich freue mich unheimlich, dass wir den großen Saal des Hotel Scherer voll bekommen haben.“ Und auch über das Ergebnis, das die Kandidatenkür über eine Stunde später brachte, war Jochum ausgesprochen stolz. 49 Ja-Stimmen, eine ohne Kreuz, das bedeutet nach der CDU-Satzung 100 Prozent Zustimmung. „Das war ein sehr emotionaler Abend“, sagt Jochum, „das ist echt Rückenwind für die kommenden Monate.“


Kämpferisch gab sich die CDU am Montagabend. Dabei wohl wissend, wie schwer es sein wird, in der SPD-dominierten Gemeinde den Chefsessel des Rathauses zu erobern kommendes Jahr am 26. Mai. Mathias Jochum, 39 Jahre alt, eröffnete als Gemeindeverbandsvorsitzender der Christdemokraten den Abend und erläuterte das Procedere, ehe er die Sitzungsleitung an Roland Theis abgab. Der Chef des Kreisverbandes betonte seine persönliche Beziehung zum Kandidaten: „Ich bin seit über 20 Jahren mit Mathias Jochum befreundet.“

Grußworte gab es über den Abend von Kornelia Anspach-Papa (Frauen-Union), Stefan Mörsdorf (ehemaliger Umweltminister) und Ministerpräsident Tobias Hans, der zur Versammlung stieß, als das Ergebnis verkündet wurde. Auch ein ortsansässiger Handwerker, Reinhard Wagner, ging ans Rednerpult. Ex-Minister Mörsdorf trat dabei besonders kämpferisch auf. Der amtierende Bürgermeister habe keine Lust mehr, sagte er. Schiffweiler brauche aber jemanden, der wolle und könne. Das sei Jochum. Der Kandidat selbst blieb in seiner Bewerbungsrede sachlich, wenngleich er Unterschiede zum Amtsinhaber herauszuarbeiten suchte. Als Herzensangelegenheit bezeichnete Jochum die Unterstützung von Ehrenamt und Vereinen. Für sie wolle er einen dauerhaften Vereinskreis ins Leben rufen als Verwaltungschef. Eine Online-Plattform für Hallenmiete und Hallenbuchung schwebt Jochum genauso vor wie die Einführung eines „echten Dankeschönempfangs für Ehrenamtliche“.



Aktiv handeln will er im Falle eines Wahlsieges bei Fragen der Gemeindefinanzen und der Wirtschaftsansiedlung. Fördergeld zusammentragen müsse Chefsache werden, für Gewerbe und Neuansiedlungen müsse es eine Servicestelle im Rathaus geben. Schiffweiler will er zudem zu einer „Modellgemeinde für Online-Behördengänge“ machen, ein mobiles Rathaus für ältere Menschen und ein betriebliches Gesundheitsmanagement schaffen. Als Megathema bezeichnet Jochum den Tourismus. Jochum: „Ich sehe ein ganz großes Potenzial, was unsere Zukunftsfähigkeit betrifft.“ Unter anderem will der Bürgermeisterkandidat ein Gesamtkonzept und die Zusammenführung der Standorte Reden und Itzenplitz. Unter dem Stichwort „Gemeinde aller Generationen“ fällt für den Christdemokraten der Ausbau der sozialen Infrastruktur, was von der Modernisierung der Schulen bis zu Wohnmöglichkeiten für Senioren reicht. Die Mitgliederversammlung war mit seinen Vorstellungen zufrieden. Mit ihrem Votum startet er in den Wahlkampf.