Lieblicher Weiher mit italienischem Dolce-Vita-Flair

Lieblicher Weiher mit italienischem Dolce-Vita-Flair

Heiligenwald. Rund um die ehemalige Grube Itzenplitz kann aus dem Urlaub auf Balkonien sogar eine spannende Reise in die Industriegeschichte des Saarlandes werden. Hohe Laubbäume umstehen das rund drei Hektar große Gewässer, das aus dem Kallenbach und dem Klinkenbach gespeist wird. 1878 wurde der Weiher angelegt und diente 100 Jahre lang als Wasserreservoir der umliegenden Gruben

Heiligenwald. Rund um die ehemalige Grube Itzenplitz kann aus dem Urlaub auf Balkonien sogar eine spannende Reise in die Industriegeschichte des Saarlandes werden. Hohe Laubbäume umstehen das rund drei Hektar große Gewässer, das aus dem Kallenbach und dem Klinkenbach gespeist wird. 1878 wurde der Weiher angelegt und diente 100 Jahre lang als Wasserreservoir der umliegenden Gruben. Charakteristisch ist das Pumpenhaus, das mittlerweile unter Denkmalschutz steht. Der Itzenplitzer Weiher mit seiner Ausflugsgastronomie ist das Herzstück des sieben Quadratkilometer großen Naherholungsgebietes, das sich auf die Gemeinden Merchweiler, Schiffweiler und Friedrichsthal erstreckt. Auf mehr als 50 Kilometer gut ausgebauten Rad- und Wanderwegen können sich die Erholungssuchenden als Radler, Walker, Wanderer oder Jogger vergnügen. Vom Weiher aus führt übrigens ein kurzer Fußmarsch direkt Richtung Merchweiler zum Lokal Altsteigershaus, wo allerlei Labsal in einem Biergarten mitten im Wald wartet. Seinen Namen hat das liebliche Heiligenwalder Gewässer übrigens von dem Preußischen Politiker Heinrich Friedrich von Itzenplitz, der sich um den Ausbau des Eisenbahnnetzes in der Grubenregion verdient gemacht hat. Das Baden im Itzenplitzer Weiher ist zwar offiziell verboten, doch entwickelt sich an schönen Tagen am Uferbereich die schönste Dolce-Vita-Kultur. Für Susanne Limbach, die in Heiligenwald aufgewachsen ist, gehört Itzenplitz zu den Traumorten ihrer Jugend, die Merchweiler Familie Sturm kommt immer wieder gerne an den Weiher, weil dort alles so schön ungezwungen ist. Übrigens: Im vergangenen Winter war das Eislaufen auf dem Weiher möglich: Eine märchenhafte Szenerie entstand. Wer bis dato noch nicht in Itzenplitz verliebt war, erlebte spätestens dann die versteckte Magie dieses Kleinods mitten in der Industrielandschaft.

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