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Leserbrief zum Thema Windkraft

Heiligenwald. Anlagen schaden der Gesundheit nicht

Zum Artikel "Lafontaine reiht sich bei den Windkraftgegnern ein"

(SZ vom 26. März)

In dem Artikel wird über eine Protestveranstaltung in Lautenbach gegen Großwindanlagen berichtet. Dabei wird eine Studie angeführt, die im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt angefertigt wurde. In dieser wird über Krankheiten berichtet, die durch Infraschall verursacht werden können, zum Beispiel Angst, Konzentrationsschwäche, Schlaflosigkeit, Depressionen, Schwingungen der inneren Organe. Verschwiegen wird dabei, dass diese Symptome von Menschen berichtet wurden, die extrem hohen Schalldruckpegeln, herrührend zum Beispiel von Kompressoren, über längere Zeiten ausgesetzt waren, und dass diese Schalldruckpegel keineswegs von Windkraftanlagen stammten. Der von diesen ausgehende Infraschall liegt deutlich unterhalb der Wahrnehmungsschwelle. Die Verfasser der Studie kommen zu dem Schluss: "Für eine negative Auswirkung von Infraschall unterhalb der Wahrnehmungsschwelle konnten bislang keine wissenschaftlich gesicherten Erkenntnisse gefunden werden, auch wenn zahlreiche Forschungsbeiträge entsprechende Hypothesen postulieren." Das Bayerische Landesamt für Umwelt stellt fest: "Die bisherigen Daten weisen also darauf hin, dass gesundheitliche Wirkungen von Infraschall erst im hörbaren Bereich auftreten. Infraschall, der in der Nähe von Windenergieanlagen gemessen wurde (Immissionen), liegt jedoch unter der Hör- und Wahrnehmungsschwelle. Er kann also vom Menschen weder gehört noch anders wahrgenommen werden. Insofern sind auch keine gesundheitlichen Wirkungen zu erwarten." Ähnlich äußert sich das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen: "Messtechnisch kann nachgewiesen werden, dass Windenergieanlagen Infraschall verursachen. Die festgestellten Infraschallpegel liegen aber weit unterhalb der Wahrnehmungsschwelle des Menschen und sind damit völlig harmlos." Interpretationen, die dies nicht wahr haben wollen, sind dem Bereich der Esoterik zuzuordnen und haben mit Wissenschaft nichts zu tun. Man mag Windkraftanlagen (wie Oskar Lafontaine ) als störend in der Landschaft empfinden, gesundheitsschädlich sind sie nach wissenschaftlicher Erkenntnis nicht.

Alfons Blum, Heiligenwald