„Lernort“ Reden hat Vorrang

Der Erlebnisort Reden soll weiterentwickelt werden. Der Ortsrat will jedoch weniger auf Groß-Events setzen, sondern darauf hinarbeiten, das „außerschulische Lernen“ zu fördern; unter anderem mit einem Naturkundemuseum und einem Lehrgarten.

. Am Wochenende war der Erlebnisort Reden fest in der Hand des Fantasie- und Rollenspiel-Konvents (wir berichteten). Eine solche Veranstaltung fügt sich in die Pläne von Wirtschaftsstaatssekretär Jürgen Barke (SPD ), Aufsichtsratschef der Landestochter Industriekultur Saar (IKS), den krisengebeutelten Erlebnisort Reden zu öffnen.

Wie Holger Maroldt, Ortsvorsteher von Landsweiler-Reden , vergangene Woche in der Ortsratssitzung erklärte, habe das Gremium in den letzten Jahren immer hinter der Entwicklung des Erlebnisortes gestanden; die jetzige Entwicklung sei jedoch nicht im Interesse des Ortsrates.

Der Ortsrat wolle beim Erlebnisort Reden viel eher darauf hinarbeiten, das "außerschulische Lernen " zu fördern und dort einen "Lernort" oder "Themenpark der Evolution " zu schaffen (wir berichteten). Hierzu bieten die bereits vorhandene Infrastruktur von Gondwana, die Naturkundesammlung im Zentrum für Biodokumentation, Sammlungen des Landesdenkmalamtes und insbesondere der Bekanntheitsgrad des Standortes laut Ortsrat Landsweiler-Reden eine herausragende Basis. Ein solcher Ballungsraum für außerschulisches Lernen könne als "Erlebnispark der Naturkunde" für Jung und Alt verstanden werden. Damit dieser entstehen kann, bedürfe es zunächst einer neuen und stabilen Trägerstruktur unter Beteiligung des Saarlandes, des Landkreises Neunkirchen, der Gemeinde Schiffweiler und der bestehenden Einrichtungen am Standort; letztere könnten sich in Form einer GmbH zusammenschließen. Der Standortbeirat müsse - verstärkt mit Vertretern des Ortsrates Landsweiler-Reden - erhalten bleiben. Für ein Naturkundemuseum Reden müsse ein Strategie- und Entwicklungskonzept her; des Weiteren bedürfe es eines kompetenten Standortmanagers, der Projektpartner an Bord zieht.

Den Lernort soll zudem die Halden- und Wasserlandschaft unterstützen, indem sich diese zum Lehrgarten entwickelt. Bevor für den Lernort neue Gebäude entstehen, sollen laut Ortsrat zuerst vorhandene Hallen genutzt werden. Bei allen geplanten Maßnahmen und deren Umsetzung sei zu berücksichtigen, dass Reden nicht nur Erlebnis-, sondern auch Wohnort sei. Ortsvorsteher Maroldt schlug im Rahmen der Ortsratssitzung vor, alle Involvierten und interessierten Bürger zu einem Ortsgespräch einzuladen.