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Landesbeste Auszubildende: Kimberly Kirsch aus Landsweiler

Die besten Azubis : Nächstes Ziel: Fachabitur

Kimberly Kirsch aus Landsweiler ist landesbeste Auszubildende als Fachpraktikerin Küche.

(red) Kimberly Kirsch hat es geschafft. Die 19 Jährige, die in ihrer Schulzeit Probleme hatte, konnte bei der GFU in Furpach den Hauptschulabschluss nachholen, eine Ausbildung zur Fachpraktikerin Küche absolvieren und dabei landesbeste Auszubildende werden. Jetzt ist sie nach eigenen Worten „angekommen in der Arbeitswelt“, macht gerade ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in einem Kinderheim und will danach die vierjährige Erzieherausbildung beginnen. „Das traue ich mir jetzt zu“, sagt sie und weiß genau, dass diese Ausbildung zum Fachabitur führt und ihr weiterhin einiges abverlangen wird.

Die Ausbildung in der GFU habe sie motiviert: „In der Schule lief es trotz Förderung schwer. Hier hatte ich eine schöne Zeit, nette Ausbilder und bin dankbar für die Erfahrung. Ich vermisse es“, sagt sie und macht ihren Ausbildern damit ein großes Kompliment. Dirk Zenner und Natalie Schäfer hatten die junge Frau aus Landsweiler angeleitet. Sie arbeitete in der Küche, wo sie Schulessen zum Ausliefern und Kantinenessen für die eigenen Schüler und Ausbilder der GFU zubereitete. „Ich konnte hier alles machen. Gemüse schneiden oder Suppe kochen gehörte dazu, aber auch das Gestalten von Speisekarten und Rezepten. Das Schulessen musste portioniert und verpackt werden, all das waren Aufgaben. In der Prüfung musste ich einen Schweinebraten mit Herzoginnenkartoffeln und mediterranem Gemüse kochen, dazu gab es Lachs. Dem Prüfer hats geschmeckt“, freut sich die 19 Jährige.

Der landesweit beste Abschluss war eine Überraschung für sie. Normalerweise verleiht der Ministerpräsident die dazugehörigen Urkunden bei einer Bestenfeier im Saarbrücker E-Werk. Das fiel wegen Corona 2020 aus. Die Urkunde kam mit der Post. Trotzdem ist Kimberly Kirsch sehr stolz und ihre Ausbilderin ebenfalls: „Wenn Jugendliche, die gar nicht an sich glaubten, als sie zu uns kamen, so etwas schaffen, sind wir natürlich sehr glücklich“, sagt Schäfer. Kimberley arbeitet derzeit im Palottihaus im FSJ, danach will sie ins Vorpraktikum für die Erzieherausbildung. Und wenn alles gut läuft, will sie ihr Hobby nochmal etwas intensivieren, denn im Schiffweiler Karatecenter trainiert sie seit Jahren auch für Wettkämpfe und belegte dort schon vordere Turnierplätze. In der Ausbildung habe das etwas zurückstehen müssen, so die Trägerin des Grünen Gürtels, die auch im Sport noch weiterkommen möchte.