Kontakte entwickeln und vertiefen

Heiligenwald. Im Heiligenwalder Ortsrat wurde vor Wochen eine von örtlichen Vereinen angeregte Städtepartnerchaft mit der luxemburgischen Kommune Pétange angesprochen (wir berichteten). Damals zeigte sich das Gremium parteienübergreifend aufgeschlossen für ein solches Vorhaben. Nun folgten die Luxemburger der Einladung nach Heiligenwald zu einer ersten offiziellen Kontaktaufnahme

Heiligenwald. Im Heiligenwalder Ortsrat wurde vor Wochen eine von örtlichen Vereinen angeregte Städtepartnerchaft mit der luxemburgischen Kommune Pétange angesprochen (wir berichteten). Damals zeigte sich das Gremium parteienübergreifend aufgeschlossen für ein solches Vorhaben. Nun folgten die Luxemburger der Einladung nach Heiligenwald zu einer ersten offiziellen Kontaktaufnahme. Die Delegation unter Führung des ersten stellvertretenden Bürgermeisters Roland Breyer wurde am Sonntag herzlich aufgenommen. Schiffweilers Bürgermeister Markus Fuchs machte deutlich, dass beide Gemeinden viele Gemeinsamkeiten hätten. Diese seien eine gute Basis, die auf Vereinsebene entstandenen Kontakte zu vertiefen und weiter zu entwickeln. Roland Breyer teilte mit, Pétange habe bereits Patenstädte in Tschechien und Italien. Der Weg dorthin sei jedoch sehr weit und erschwere den intensiven Austausch. Deshalb begrüße er die jetzt ins Auge gefasste Zusammenarbeit. Die kurzen Wege zwischen beiden Gemeinden erlaubten ein enges Zusammenwirken. Breyer und Fuchs benannten in diesem Zusammenhang denkbare Zusammenkünfte von Vereinen, Verbänden, Parteien, Kunstschaffenden, Senioren, Handel, Handwerk und Gewerbe. Auch Treffen von jungen Menschen, beispielsweise denen in den Jugendparlamenten, sollten angeregt, gefördert und anfangs koordiniert werden. Ebenso denkt man an den Austausch von Erfahrungen und Zukunftsplanungen in den Bereichen Ökologie, Naturschutz und Industriekultur, der völlig unbürokratisch mit einbezogen werden solle. Der vom Heiligenwalder Ortsrat benannte Koordinierungskreis mit Bürgermeister Fuchs, Ortsvorsteher Zakrzewski oder dessen Stellvertreterin Birgit Breuer, den Fraktionsvorsitzenden Klaus Gorny (SPD), Ute Beck (CDU), Wolfgang Brendel (Die Linke) und Vereinsvertreter Horst Krummenauer soll erste Schritte für die Realisierung dieser Vorgaben eingeleiten. Zakrzewski: "Ich erinnere daran, dass diese sich anbahnende Partnerschaft Sinn macht für gute nachbarschaftliche Beziehungen. Die Bürger von Pétange und Heiligenwald leben an einer Nahtstelle Europas, in der über Jahrhunderte Feindschaft und Krieg herrschten. Deshalb ist es zukunftsweisend, freundschaftliche Beziehungen über Grenzen hinweg zu initiieren und auszubauen. Auch um für kommende Generationen ein Zeichen zu setzen." Ortsvorsteher Rüdiger Zakrzewski erläuterte damals, dass die freundschaftlichen Kontakte bereits vor Jahrzehnten vom ehemaligen Vorsitzenden des Heiligenwalder Carnevalclubs HCV Die Flitsch, Wilhelm Spreuer, geknüpft wurden. Man sollte Partnerschaft oder freundschaftliche Beziehungen prüfen, egal wie man es nenne, so habe es damals geheißen. Schnell sei man sich einig geworden, dass dies dem Ort gut zu Gesicht stünde. Denn Pétange und Heiligenwald haben eine ähnliche Vergangenheit. Beide Orte, Pétange und Heiligenwald, mussten die Nachwirkungen der Schließung ihrer Bergwerke verkraften.