40 Jahre : Viele helfende Hände in vier Jahrzehnten

Kirchliche Sozialstation Merchweiler-Schiffweiler beging festlich ihren runden Geburtstag.

Viele Ehrengäste, ehrenamtlich engagierte Bürger sowie Beschäftigte füllten den großen Kuppelsaal im Rathaus Wemmetsweiler zur Feier anlässlich 40 Jahre kirchliche Sozialstation Merchweiler-Schiffweiler. Es war auf den Tag genau 40 Jahre her, dass Menschen hier zusammengekommen waren, um die Gründung einer kommunal übergreifend tätigen Pflegestation in den Gemeinden Merchweiler und Schiffweiler zu beschließen. Damit war der Verein Kirchliche Sozialstation Merchweiler-Schiffweiler geboren, wie es in der Pressemitteilung weiter heißt. Mit diesem historischen Rückblick begann auch Wilfried Koch, geschäftsführender Vorsitzender des Vereins, nach der Begrüßung seine Einführung in die Feier zum 40. Geburtstag der Einrichtung. Koch betonte dabei besonders das bis heute lebendig gebliebene, ehrenamtliche Engagement von Bürgern in den Gemeinden Merchweiler und Schiffweiler.

Viel Rückendeckung erhält das Wirken der Sozialstation auch von den ökumenischen Krankenpflegefördervereinen, die sich zum Zweck gemacht haben, gerade die Arbeit der Sozialstation zu fördern. Zu den Gründungsmitgliedern zählt auch Willi Britz, der seine ehrenamtliche Tätigkeit bereits in die Vorplanungszeit, der Ideenfinderzeit, aktiv einbrachte. Seit der Gründung mit Ausnahme einer zweijährigen Unterbrechung ist Britz in verschiedenen Ämtern in der Vorstandsarbeit ehrenamtlich tätig. Mit einer kurzen Bestandsaufnahme verwies Koch auf die bisherigen Pflegedienstleiterinnen Gros, Bockenheimer, Hautz. Ihnen folgte nun seit 2018 Katja Küderle. Der Vorsitzende verwies auf ihr mutiges, barmherziges, aber auch mit wirtschaftlichem Blick verbundenes Arbeiten im Interesse der Sozialstation, das wesentlich zum bisherigen Erfolg der Einrichtung beigetragen hat. Nur einen Umzug der Geschäftsräume hatte die Kirchliche Sozialstation Merchweiler-Schiffweiler zu bewältigen. 2015 wechselte die Sozialstation nach 35 Jahren am ersten Standort – die Einsatzzentrale befand sich in einigen Räumen des Rathauses Wemmetsweiler – in die neu angemieteten Räume in der Lindenstraße 57 in Stennweiler. Hier fand man in den ehemaligen Räumen der Bank die passende Raumanforderung. Deutliche Veränderungen sieht Koch bei den neuen Herausforderungen, die die zunehmende Digitalisierung an die Station stellen wird.

Ganz im Sinne des ökumenischen Gründungsansatzes feierten alle mit einem ökumenischen Gottesdienst. Gestaltet wurde er von drei in den Gemeinden Merchweiler und Schiffweiler tätigen Ortspfarrern, Vorstandsmitgliedern und Mitarbeiterinnen der Sozialstation. Das Leitthema des Gottesdienstes orientierte sich am vierten Gebot „…Mutter und Vater ehren..“.

Schirmherr Patrick Weydmann, Bürgermeister der Gemeinde Merchweiler, freute sich darüber, dass die Feierlichkeiten in den „alten Räumen“, wo alles begann, ausgetragen wurden. Er sprach sich für die gute Zusammenarbeit über die Gemeindegrenzen hinaus aus. Guido Fries, Vertreter von Ministerin Monika Bachmann, betonte die Bedeutsamkeit der Unterstützung, Stärkung und Hilfestellung für die Menschen. „Die Mitarbeiter sind es, die den Menschen die Last nehmen, helfen, sie zu tragen und zu ertragen“, so die Worte von Pfarrer Markus Karsch, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Saar Ost. „Helden des Alltags“ nannte Landrat Sören Meng die Mitarbeiter der Sozialstation.

Würdigende Worte für die Arbeit der in der Versorgung tätigen Mitarbeiter und Erfolgswünsche für die Zukunft gab es auch von Markus Fuchs, Bürgermeister Schiffweiler, Michael Schütz, Caritasdirektor, Hans-Werner Becker, Ortsvorsteher von Merchweiler und Christina Baltes, Ortvorsteherin von Stennweiler und Mitglied des Landtags in ihren Grußworten.

Im Anschluss gab es ein eigens einstudiertes Programm der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Darunter war auch eine Präsentation mit Bildern und Daten, erstellt durch die Pflegedienstleitung Katja Küderle, die die vergangenen Jahr noch einmal Revue passieren ließ. Eine besondere Note, so heißt es abschließend, erhielt die Veranstaltung durch die musikalische Begleitung des Duos Ciel, bestehend aus Dirk Schmidt und Susanne Linnenbach-Schmidt.