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Karo-san zieht an den Schiffweiler Nusskopf um

Karo-san zieht an den Schiffweiler Nusskopf um

Am Schiffweiler Nusskopf tut sich was. Rund 7000 Quadratmeter Fläche misst das neue Gelände des Welschbacher Unternehmens Karo-san. Werner Zimmer beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit der grabenlosen Sanierung und Erneuerung von Rohrleitungen und Kanalsystemen sowie Spezialbohrungen, unter anderem bei der Trockenlegung des Hoxbergs oder Deponiesanierungen.

Jetzt zieht er mit Produktion und Entwicklung seines 2005 gegründeten Unternehmens nach Schiffweiler um. In der neuen, rund 800 Quadratmeter großen Halle liegt der Schwerpunkt auf den sogenannten Ei-Profilen. Viele Kanäle in Deutschland hätten die Form eines auf dem Kopf stehenden Eis, so Zimmer. So werde am schmalen Grund eine hohe Fließgeschwindigkeit sichergestellt. Durch den breiteren oberen Teil gebe es aber auch genug Raum, wenn mehr Wasser anfällt. Das Kunststoffprofil stellt die Firma Simona her. Bislang mussten die Teile immer in einem Graben verschweißt werden. Die Karo-san hat ein Verfahren entwickelt, wie sie Muffen anfräsen kann und so Kanalabschnitte von Schacht zu Schacht erneuern kann, ohne einen Graben auszuheben. Laut Zimmer ein europaweit einzigartiges Verfahren. Die Vorbereitung der Bauteile soll künftig in Schiffweiler passieren. In den Bau der Halle investiert das Unternehmen (20 Mitarbeiter europaweit) rund 600 000 Euro. 20 Prozent davon überreichte Jürgen Lenhof vom Saarländischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr am Freitag in Form eines Zuwendungsbescheides. Zimmer dankte seinen Unterstützern in Ministerium, Gemeindeverwaltung, Sparkasse und Wirtschaftsförderer Klaus Häusler für die schnelle und unkomplizierte Zusammenarbeit. Erst im Mai hatte die Vertragsunterzeichnung in Schiffweiler stattgefunden.

Bürgermeister Markus Fuchs freute sich über die Ansiedlung. "Wir sind immer bemüht, gute Firmen anzusiedeln."