Junge bolivianische Sänger und Musiker sagen Adiós

Junge bolivianische Sänger und Musiker sagen Adiós

Lebach. Die Koffer sind gepackt. Doch bevor sich das 21-köpfige Ensemble Los Moxos heute zur Weiterfahrt nach Lausanne auf den Weg macht, wurde gestern noch einmal gefeiert. Zu einer Feier gehört nicht nur Musik und Gesang, sondern auch ein gutes Essen. Und das gab es gestern Abend im Lebacher Pfarrzentrum. Zusammen mit den Gastfamilien wurde gekocht und gegessen

Lebach. Die Koffer sind gepackt. Doch bevor sich das 21-köpfige Ensemble Los Moxos heute zur Weiterfahrt nach Lausanne auf den Weg macht, wurde gestern noch einmal gefeiert. Zu einer Feier gehört nicht nur Musik und Gesang, sondern auch ein gutes Essen. Und das gab es gestern Abend im Lebacher Pfarrzentrum. Zusammen mit den Gastfamilien wurde gekocht und gegessen. Auf dem Speiseplan stand Gemüsereis mit einer Art Hühnerfrikassee und einem Spiegelei obendrauf.Im Rahmen ihrer Europatournee hatte das Ensemble auch Station in Lebach gemacht. In Hülzweiler, auf dem Rodenhof und in der Lebacher Pfarrkirche stellte Chor und Orchester von San Ignacio de Moxes ihr musikalisches Können unter Beweis. Untergebracht war die Gruppe um ihre Dirigentin Raquel Maldonado, ihren zweijährigen Sohn Pablo und ihren Mann Tono in Gastfamilien. Den jungen Bolivianern gefiel es im Saarland sehr gut. So wie Wilber und Sixto. Die 20 und 25 Jahre alten Männer wohnten bei Familie Jochem in Landsweiler. Wie ihre Landsleute aus den anderen Gastfamilien lernten sie deutsches Essen kennen, gingen mit zum Einkaufen, besuchten einen Bauernhof, einige waren auch Gast in einer Brennerei. Den Sonntag verbrachte das Ensemble in Trier. Dorthin waren sie von Michael Meyer, dem ehemaligen Partnerschaftsbeauftragten von Bolivien und Trier, eingeladen worden. In St. Augustinus gestalteten sie den Gottesdienst mit, besichtigten die Domstadt und besuchten die Josefs-Schwestern.

Die Musiker und Sänger sind zwischen 17 und 27 Jahre alt. Finanzieren tun sie sich nur durch ihre Tourneen, durch Gelegenheitsjobs. Zuschüsse für die 200 Kinder, die kostenlos ihre Schule besuchen, gibt es so gut wie keine.

Viele fleißige Helfer vom Ensemble Los Moxos sorgten zum Abschied für gutes Essen. Foto: Andreas Engel.

Dass es den jungen Bolivianern in Lebach gefallen hat, beweisen ihre frohen Gesichter beim Abschiedsessen und ihr freundliches Adiós, auch wenn es ihnen für ihre Verhältnisse bei uns etwas zu kühl war.