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Ringen
Bittere Niederlage für Hüttigweiler

Hüttigweiler/Welschbach. Der erste Heimkampf in der aktuellen Ringer-Bundesliga-Saison geht für den ASV Hüttigweiler gegen die RKG Freiburg 2000 mit 12:20 deutlich verloren. Von Benno Weiskircher

 Das hatten sich die ASV-Trainer, ihre Athleten und die Fans anders vorgestellt. Der erste Heimkampf der noch jungen Saison ging in der Welschbachhalle gegen die RKG Freiburg 2000 mit 12:20 relativ deutlich verloren. „Vor der Pause wurden zu viele Punkte abgegeben“, waren sich Greco-Trainer Christoph Gall und Freistiltrainer Kim Horras einig. Im Eröffnungskampf war Fabian Widmann gegen den moldawischen Vizeeuropameister 2015 Petru Crasiun chancenlos. Als im Anschluss das Hüttigweiler Eigengewächs Till Bialek den Freiburger Yasin Uzun „das Fliegen“ lernte, kochte die Stimmung in der Halle mächtig hoch. Mit einer Höchstwertung (fünf Punkte), zwei Viererwertungen und weiteren kleineren Wertungen punktete er sich zum vielumjubelten 18:2-Sieg. „Dieser Kampf war allein das Eintrittsgeld wert“, schwärmte ein begeisterter ASV-Anhänger von den Aktionen, die Bialek auf der Matte zeigte.


Ganz stark auch das Auftreten des 16-jährigen Jan Wolfanger gegen Marvin Scherer. Am Ende fehlten Wolfanger 22 Sekunden um gegen Scherer über die Runden zu kommen. „Der Junge machte mir das Leben schwer, ich musste alles geben, um noch entscheidend zu gewinnen“, lobte Scherer das couragierte Auftreten des jungen ASVlers. Zum ersten Mal ging Denis Balaur nach einer längeren Verletzungspause in dieser Saison für den ASV auf die Matte. Gegen den mehrfachen EM- und WM-Teilnehmer Armands Zvirbulis aus Lettland musste Balaur eine unerwartet hohe 1:9-Niederlage hinnehmen. Als auch noch Mihai Esanu gegen Yourii Siemakin mit 0:4 unterlag, war die Stimmung in der Halle völlig im Keller. Einen höheren Sieg hatten sich die Trainer von Mihai Bradu erwartet. Sein 3:1-Sieg brachte lediglich einen Punkt auf das ASV-Konto. Urs von Tugginger konnte nur in der ersten Minute des Kampfes Akzente setzen, dann dominierte der Freiburger Ivan Drobny. Alexandru Bradu, der vierte Moldawier im ASV-Trikot agierte zu verhalten, so reichte es gegen Lukas Schöffler nur zu einem 8:0-Sieg. „Da war mehr drin“, stellte ein enttäuschter Zuschauer fest.

Eine vorbildliche Einstellung zeigten Mathias Schwarz gegen Adrian Wolny und Kevin Gremm gegen Ion Vasilachi in den beiden letzten Kämpfen des Abends. Zwei vorzeitige Siege hätten noch für eine Unentschieden gereicht. Mit einem unbändigen Siegeswillen gelang Matze Schwarz eine 15:1-Führung, bevor er den Freiburger in der Schlussminute auf beide Schultern drückte. Nun lag es an dem 17-jährigen Kevin Gremm ein Unentschieden zu retten. Seine offensive Kampfweise wurde jedoch nicht belohnt. Bei einem riskanten Angriff wurde er gekontert und musste auf beide Schultern. „Hätte Kevin nicht so viel Risiko gehen müssen, er hätte den Kampf gewonnen“, war Christoph Gall sicher. Seine Enttäuschung über die Gesamtniederlage konnte er nicht verbergen. „Freiburg hat am Rande des Erlaubten gerungen, einzelnen ASV-Ringern wurde der Schneid abgekauft“, resümierte der ehemalige Spitzenringer Fred Theobald.