| 20:06 Uhr

Hobbyausstellung
Aussteller der ersten Stunde werden geehrt

Seit 30 Jahren zeigt Maria Schmitt (links), ihre Hardanger Stickerei auf der Schau in Landsweiler-Reden. Bürgermeister Markus Fuchs ehrte sie und ihre Cousine Ursula Hollinger (rechts) für die langjährige Treue.
Seit 30 Jahren zeigt Maria Schmitt (links), ihre Hardanger Stickerei auf der Schau in Landsweiler-Reden. Bürgermeister Markus Fuchs ehrte sie und ihre Cousine Ursula Hollinger (rechts) für die langjährige Treue. FOTO: Volker Ammann
Von Volker Ammann. Bei der Hobbykünstler-Schau in Landsweiler-Reden gab es ein breites Angebot zu entdecken, vom Vogelhaus bis zu Stickarbeiten. Von Volker Ammann

Seit 30 Jahren hat die Ausstellung der Hobbykünstler einen festen Platz im Veranstaltungskalender der Gemeinde Landsweiler-Reden. Über die Jahre hinweg wurde der Andrang an Ausstellern immer größer, so dass Alexandra Vogt vom Kulturamt vielen Interessenten absagen musste. Die Klinkenthalhalle war mit 51 Ausstellern bis auf den letzten Platz ausgebucht. Die Aussteller kommen nicht nur aus der näheren Umgebung, sondern aus dem ganzen Saarland, Rheinland-Pfalz und Frankreich.


Von handgemachten Seifen über Holzspielzeug, Vogelhäuser, Schmuck bis hin zu Häkeltieren ist in der Ausstellung alles zu finden. Auch in diesem Jahr gibt es wieder Aussteller, die ihre handgefertigten Krippen, Dekofiguren und Adventskränze anbieten. Denn „Weihnachten steht vor der Tür und wer sich echte Unikate und weihnachtlichen Schmuck fürs eigene Zuhause zulegen möchte, wird nicht enttäuscht werden“, sagt die Organisatorin der Ausstellung, Alexandra Vogt.

Für die Hobbykünstler erweist sich der Veranstaltungstermin als äußerst günstig, denn bis Weihnachten ist es nicht mehr lange hin, so dass die zahlreichen Besucher bereits nach Geschenkideen Ausschau halten. Bürgermeister Markus Fuchs wies in seiner Eröffnungsansprache daraufhin, welchen Stellenwert die Veranstaltung für Aussteller, Besucher und nicht zuletzt für die Gemeinde hat. Fuchs konnte im Rahmen der Eröffnung zwei Damen ehren, die von Anfang an dabei waren. Maria Schmitt stellt zum 31. Mal ihre „Hardanger Stickereien“ aus. Die besondere Sticktechnik kommt aus Norwegen und hat eine lange Tradition. Erlernt hat Schmitt diese Technik vor über 30 Jahren in einem Kurs der Volkshochschule Neunkirchen. Angespornt von ihrem Ehemann, mit dem sie seit 57 Jahren verheiratet ist, machte Schmitt daraus ein dauerhaftes Hobby und nahm an vielen Kunstausstellungen teil. „Ich bin mit Handarbeit groß geworden, denn meine Mutter hat schon immer Handarbeiten gemacht“, weiß die 75-Jährige zu erzählen. „An einem Tischläufer arbeite ich etwa acht bis 14 Tage, aber die Stunden zähle ich nicht. Es ist ja mein Hobby“, so Schmitt.



Ebenfalls geehrt wurde ihre Cousine, Ursula Hollinger, die seit 29 Jahren mit dabei ist. Beide stellten ihre Werke auf vielen Ausstellungen vor. „Jetzt“, sagen die beiden Hobbykünstlerinnen übereinstimmend, „kommen wir nur noch nach Landsweiler. Weite Fahrten sind nichts mehr für uns. Doch solange wir den Stíckrahmen noch halten können, machen wir weiter.“