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Heftige Diskussionen um die Wilhelmstraße

Heftige Diskussionen um die Wilhelmstraße

Landsweiler-Reden. Als die Landsweiler Wilhelmstraße Anfang der 1990er Jahre als Durchfahrtsstraße gesperrt wurde, konnte keiner ahnen, dass dies eine Dauer-Einrichtung werden würde. Grund war damals die Neugestaltung der Kreisstraße im Umfeld des Klinkenthalcenters und die Verkehrsregelung während des Straßenbaus durch Ampeln. Insider nutzten die Wilhelmstraße als Ausweichroute

Landsweiler-Reden. Als die Landsweiler Wilhelmstraße Anfang der 1990er Jahre als Durchfahrtsstraße gesperrt wurde, konnte keiner ahnen, dass dies eine Dauer-Einrichtung werden würde. Grund war damals die Neugestaltung der Kreisstraße im Umfeld des Klinkenthalcenters und die Verkehrsregelung während des Straßenbaus durch Ampeln. Insider nutzten die Wilhelmstraße als Ausweichroute. Das ist über 15 Jahre her, als die Wilhelmstraße an der Einmündung zur Straße Im Vogelschlag mittels einer Leitplanke für die Durchfahrt gesperrt wurde. Immer wieder wurden Orts- und Gemeinderatsmitglieder gefragt, warum diese Sperrung noch Bestand habe. Nun nahm sich Ortsvorsteher Holger Maroldt (Foto: SZ) der Sache an, und lud zu einer Bürgeranhörung ins Restaurant Klinkenthalhalle ein. Rund 100 Bürger fanden sich ein und es wurde hitzig debattiert. Auf der einen Seite die Anwohner der Wilhelmstraße, besonders diejenigen, die vor der Absperrung in Richtung Heiligenwald wohnen und den Status der dort als Sackgasse ausgewiesenen Straße weiterhin genießen wollen. Die Sperrung schütze vor Durchgangsverkehr, bringe Ruhe und sorge für die Sicherheit der dort spielenden Kinder. Ganz anderer Meinung sind viele Bürger überwiegend aus dem Vogelschlag, die seit Jahren Umwege hinnehmen müssen. Aber auch Bürger aus der Wilhelmstraße schlossen sich den Argumenten an. Die Situation sei unzumutbar sowohl für den Anlieferungsverkehr wie auch bei Rettungseinsätzen durch einen Notarzt. Als Beispiel könnte ein Vorfall aus der jüngsten Vergangenheit angeführt werden, als ein falsch einfahrendes Notarztfahrzeug an der Leitplanke gestoppt wurde und der Arzt zu Fuß weiter laufen musste. Der Ortsvorsteher musste immer wieder zu vernünftigem Diskutieren auffordern. Er selbst, so Maroldt, stehe der Sache neutral gegenüber und könne sich nicht vorstellen, dass die Wilhelmstraße nach Aufhebung der Sperre wesentlich stärker befahren werde. Denn die jetzige Verkehrsregelung und Ampelschaltung in der Straße bringe keinen zeitlichen Vorteil, wenn man in die Wilhelmstraße ausweiche. Eine Abstimmung wurde nicht durchgeführt, weil die meisten Bürger, die für eine Aufhebung der Sperrung plädierten, im Vogelschlag wohnen und, so Maroldt, damit eine Entscheidung nicht an Sachgründen orientiert sei. Der Ortsrat werde demnächst darüber befinden. Sollte es zu einer Öffnung kommen, könne dies aus Sicherheitsgründen nur mit einer massiven Verkehrsberuhigung einhergehen, die nicht viel mehr als das Fahren im Schritttempo erlaube. "Ich stehe der Sache neutral gegenüber." Holger Maroldt,Ortsvorsteher von Landsweiler-Reden