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Dorffest
Gutes Essen und sehr, sehr alte Autos

Einer der ältesten Oldtimer beim Dorffest in Landsweiler-Reden war der Chevrolet Master Six aus dem Jahre 1934. Der Wagen von Bernd Wagner (am rechten Kotflügel) wurde von so manchem Besucher bestaunt. Links am Kotflügel Elke Müller.
Einer der ältesten Oldtimer beim Dorffest in Landsweiler-Reden war der Chevrolet Master Six aus dem Jahre 1934. Der Wagen von Bernd Wagner (am rechten Kotflügel) wurde von so manchem Besucher bestaunt. Links am Kotflügel Elke Müller. FOTO: Jörg Jacobi
Landsweiler-Reden. Das Dorffest in Landsweiler-Reden wurde in diesem Jahr durch zahlreiche Oldtimer bereichert. Von Gerhard Krämer

Norbert Steffgen aus Schiffweiler kam voll auf seine Kosten. Wie er unserer Zeitung erzählte, mag er Oldtimer und gutes Essen. Und damit war er beim Dorffest in Landsweiler-Reden goldrichtig. Zumindest am Sonntag. Denn die ersten beiden Tage ließen auf dem Gelände der ehemaligen Grube Reden wegen der Regenmengen, die vom Himmel fielen, wenig Grund zur Freude. Kein Straßenfest wie in Schiffweiler, kein Dorfplatzfest wie in Stennweiler oder in Heiligenwald, sondern ein Fest auf einem sanierten Grubengelände mit attraktiven Wassergärten – das riesige Festgelände stellte die Organisatoren schon vor eine Herausforderung.


Nichtsdestotrotz haben sie auch dieses zehnte Dorffest mit einem bunten Angebot gemeistert. Drei Bereiche machten das Fest aus: So war der Kernbereich geprägt von den Aktivitäten der Vereine, die allerlei Leckeres für den Gaumen anboten. Für die Kinder gab es Fahrgeschäfte und eine Sprunganlage und am Sonntag ein Entenrennen. Den dritten Bereich der Veranstaltung machte die Oldtimer-Ausstellung aus. Als die riesige Zahl von Fahrzeugen sich am Sonntag auf dem Parkplatz präsentierte, da lachte auch endlich der Himmel, bot strahlende Sonne und Sommerhitze.

Die Standbetreiber, die Fahrgeschäfte-Inhaber und vor allem die Besucher hatten jeden Grund zur Freude. Für die Oldtimer-Liebhaber gab es jede Menge zu erkunden. Überwiegend amerikanische, französische und deutsche Modelle, mit und ohne Dach/Verdeck, Pickup oder Straßenkreuzer machten großen Eindruck und zogen neugierige Blicke auf sich. Motorräder mit und ohne Beiwagen, überwiegend BMW, waren zu bestaunen. Die stattliche Zahl von Harley-Davidson-Motorrädern bildete einen eigenen kleinen Schwerpunkt. Auch ein Traktor, ein Oldtimer-Bus und eine mobile Bandsäge, eine Rarität aus dem ländlichen Raum, ließen die Herzen der Besucher höher schlagen. Die Besitzer beantworteten gerne jede Frage, es wurde gefachsimpelt und diskutiert. Wer das nötige Kleingeld dabei hatte, der konnte sich einen Mercedes Benz gleich mitnehmen – der stand für 100 000 Euro zum Verkauf.