Gute Ideen für einen Zaun gesucht

Die Umzäunung der 1000-jährigen Linde in Stennweiler ist marode. Nun soll eine kreativ gestaltete neue Umzäunung errichtet werden. Dem Gewinner winken 100 Euro Preisgeld. Ein weniger erfreuliches Thema war das beschädigte Wegekreuz im Oberdorf.

. Für Unmut im Ortsrat Stennweiler sorgte die anonyme Anzeige eines Mitgliedes gegen die Ortsvorsteherin Christina Baltes. Diese soll ihrer Anzeigepflicht bezüglich der Sachbeschädigung eines Wegekreuzes im Oberdorf nicht nachgekommen sein. Bis zum Zeitpunkt der Anzeige habe sie weder über die Situation Bescheid gewusst, noch wurde dieser Punkt vorher im Ortsrat thematisiert, erklärte Baltes. Ferner habe überhaupt keine Anzeigepflicht bestanden, da es sich nicht um ihr Grundstück handele. Auch sei nicht sicher, ob das Wegekreuz durch Vandalismus oder durch Witterung beschädigt wurde. Nichtsdestotrotz: "Als Frau Bock mir das mitgeteilt hat, habe ich es sofort bei der Gemeinde gemeldet." Da das Bauamt das Wegekreuz nicht reparieren konnte, beauftragte die Ortsrätin nun aus den Mitteln des Ortsrates einen Steinmetz. In Zukunft, so Baltes, sollte man solche Dinge intern klären: "Man kann es mir auch ins Gesicht sagen."

Seit einiger Zeit werden Maßnahmen zur Absicherung der 1000-jährigen Linde diskutiert. Weil sich die Umzäunung dort in einem maroden Zustand befindet, soll ein neuer Zaun für Sicherheit sorgen. Die finanziellen Mittel zur Deckung der Materialkosten stellt das Umweltministerium zur Verfügung. Infolge einer Anregung durch einen Mitarbeiter des Ministeriums schlug Baltes einen Ideenwettbewerb vor. So sollen zunächst Vorschläge zur Gestaltung des Zaunes gesammelt werden, um den geeignetsten schließlich umzusetzen. Bernhard Planz (SPD ) bezeichnete den Vorschlag als "sinnvoll". Die neuen Sicherungsmaßnahmen sollten aber "der früheren Gestaltung entsprechend oder wenigstens ähnlich sein". Wichtig war ihm, dass der Ortsrat "seinen Teil dazu beitragen sollte". Auch Manfred Grenner (FBL) nannte einen Ideenwettbewerb "eine gute Sache". Die zeitnahe Ausschreibung des Wettbewerbs wurde vom Ortsrat beschlossen. Für den Gewinner wird es ein Preisgeld in Höhe von 100 Euro geben.

Der Ortsrat einigte sich darauf, dass die Vereinszuschüsse 2015 dem Dorffest des kommenden Jahres zukommen werden. Kritisch wurde allerdings bemerkt, dass das Fest nach 35 Jahren im Juli nun auf den August verschoben werden musste. Dies haben die Vereine aufgrund der sonst zeitgleich stattfindenden Sommeralm mehrheitlich entschieden.