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Großbrände und Überschwemmung forderten die Wehr

Großbrände und Überschwemmung forderten die Wehr

Schiffweiler. Gute Stimmung herrschte beim Kameradschaftsabend des Löschbezirks Schiffweiler. Löschbezirksführer Christoph Jochum bedankte sich bei Ehefrauen und Lebensgefährtinnen der Wehrleute, die oft auf gemeinsame Stunden verzichten müssten, wenn Mann oder Freund im Einsatz seien

Schiffweiler. Gute Stimmung herrschte beim Kameradschaftsabend des Löschbezirks Schiffweiler. Löschbezirksführer Christoph Jochum bedankte sich bei Ehefrauen und Lebensgefährtinnen der Wehrleute, die oft auf gemeinsame Stunden verzichten müssten, wenn Mann oder Freund im Einsatz seien. Lob erntete auch die Gemeinde, die alles Erdenkliche tue, damit die Schiffweiler Wehr optimal ausgerüstet sei.Derzeit gehören dem Löschbezirk 52 Aktive an, 21 Nachwuchsmänner und -frauen der von Tobias Tafel und Bastian Jung betreuten Jugendwehr. Für die Musikband 1-1-2 spielen acht Feuerwehr-Mitglieder, 17 Männer sind in der Alterswehr und zwei Ehrenmitglieder haben sich besondere Verdienste erworben.In diesem Jahr mussten bereits 46 Einsätze bewältigt werden, darunter zwei Großbrände und die durch starken Regen verursachte Überschwemmung in der Landsweiler Kreisstraße. In Schiffweiler verfügt man über fünf Einsatzfahrzeuge.Für die Gemeinde betonte Beigeordneter Holger Maroldt, dass ein neutrales Brandschutz-Gutachten die Ausrüstung der Schiffweiler Wehr als sehr gut ausgewiesen habe. Wehrführer Michael Sieslack wies auf eine Forsa-Umfrage hin, die ergeben habe, dass die Feuerwehrleute an der Spitze der am meisten geachteten Berufsgruppen noch vor Ärzten und anderen stünden. Dieses hohe Ansehen dürfe man genießen. Sorge bereite, dass in diesem Jahr mehr Feuerwehrleute im Einsatz verletzt wurden als je zuvor, glücklicherweise keiner schwer. Deshalb seien optimale Ausrüstung und Schutzkleidung sehr wichtig. Der Landesvorsitzende des Feuerwehrverbandes, Detlef Köberling, unterstrich deren Bedeutung mit den Worten: "Kein Verband in Deutschland ist wie wir in der Lage, innerhalb von zehn Minuten 400 000 Leute zu mobilisieren."Befördert wurden Benjamin Hotz, Sebastian Reichert und Marco Schwarz zu Oberfeuerwehrmännern, Timmy Biehl und Hermann Fried zu Hauptfeuerwehrmännern, Tobias Tafel zum Oberlöschmeister und der stellvertretende Löschbezirksführer Michael Schabbach zum Hauptlöschmeister. Selina Hotz wurde als Feuerwehrfrau in die Aktivenwehr übernommen. Thomas Schledorn, Frank und Patrick Müller (alle 20 Jahre), Volker Moro (30 Jahre) und Jürgen Jung (40 Jahre) wurden für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt. Eine Auszeichnung vom Ministerium für Inneres und Sport nahm Joachim Beyer entgegen, der seit 35 Jahren der Wehr dient. rp