Gemeinschaftsschule Schiffweiler beschäftigt sich mit Müllproblematik

Gemeinschaftsschule Schiffweiler macht Projekttage zum Müll : Plastikpiraten an der Mühlbachschule

Drei Tage lang haben die Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule in Schiffweiler viel rund um das Thema Müll gelernt. In den fünften bis zehnten Klassen wurden unterschiedliche Schwerpunktthemen behandelt.

Die Fünftklässler analysierten Müllberge, lernten den Müll zu sortieren und die richtige Entsorgung. Ihre Erkenntnisse präsentierten sie sehr anschaulich und kreativ auf Plakaten. In den neunten und zehnten Klassen wurde die Problematik Müll globaler und tiefer thematisiert, unter anderem stand die Trinkwasserversorgung und Abwassersituation unserer Welt auf dem Programm. Die Schülerinnen und Schüler analysierten und bewerteten ihren ökologischen Fußabdruck, sammelten Ideen, was sie selbst tun können, um Müll zu vermeiden.

Plastikmüll stand auch im Vordergrund bei den Sechst- bis Achtklässlern. Die Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zur Thematik „Plastik in der Umwelt“ war Ideengeber für das Projekt. Während die Jahrgänge sieben und acht das Problem Plastikmüll in Gewässern global unter die Lupe nahmen, waren die Sechstklässler im direkten Umfeld der Schule unterwegs und untersuchten die Fließgewässer der Großgemeinde Schiffweiler, sowie einen Abschnitt der Blies in Wiebelskirchen auf Mikro- und Makroplastikverschmutzung. Ausgestattet mit Kescher, Probengefäßen, Dokumentationsmappen und Müllgreifern wurden unterschiedliche Gewässerabschnitte an zwei Tagen erforscht und teilweise auch von Müll befreit. Das Entsetzen der Schülerinnen und Schüler war groß, als im Speckenbach in Landsweiler nicht nur die leider mittlerweile übliche Müllverschmutzung in Form von Verpackungen und Flaschen gesichtet wurde, sondern auch drei Einkaufswägen, ein Kinderzimmerregal und kistenweise entsorgte Bücher und Müllsäcke gefunden wurden. Erfreulicherweise wurden trotz der stellenweise starken Verschmutzung auch Organismen, wie Bachflohkrebse und Eintagsfliegenlarven entdeckt, die zumindest im Mühlbach und Speckenbach auf eine ordentliche Wasserqualität schließen lassen.

Ein weiteres Schwerpunktthema war „Upcycling“. Kreative Ideen, um aus Müll wieder brauchbare Dinge zu machen, musste man nicht lange suchen. So wurden Tetrapacks zu Vogelhäuschen, Autoreifen zu Sitzmöbeln, Eierkartons zu Windspielen, PET-Flaschen zu Blumentöpfen und Konservendosen zu Windlichtern. Die „Upcycling“-Produkte und Projektergebnisse werden am Tag der offenen Tür der Schule (Samstag, 15. Dezember) präsentiert.