Literaturpreis Homer „Leben auf heißem historischem Pflaster“

Schiffweiler · Maria W. Peter führt die Leser in ihrer Krimiserie „Verrat in Colonia“ in die Römerzeit. Dafür ist sie jetzt für den Literaturpreis „Homer“ nominiert.

 Autorin Maria W. Peter schreibt historische Krimis.

Autorin Maria W. Peter schreibt historische Krimis.

Foto: Peter/privat

Politische Intrigen, brisante Geheimnisse und historische Schauplätze direkt vor der Haustür: Mit Leidenschaft verknüpft Literaturwissenschaftlerin und Autorin Maria W. Peter aus Schiffweiler reale Ereignisse der Weltgeschichte mit einer raffinierten Krimihandlung. Dabei lässt sie die Leserinnen und Leser auf verbotenen Pfaden und heißen Fährten längst verflossener Zeiten wandeln, wie es in einer Mitteilung heißt. So auch in ihrer aktuellen Krimiserie, welche in die Römerzeit entführt, dabei jedoch nicht im fernen Italien spielt, sondern ganz regional, hier bei uns.

Heldin und Detektivin der Serie ist dabei die gewitzte und äußerst belesene Invita, Sklavin im Hause des römischen Statthalters zu Trier. Aufgrund ihrer Vorgeschichte ist sie immer wieder gezwungen, sich in verborgene Mordfälle oder grausame Verbrechen einzumischen – eine nicht ungefährliche Aufgabe, besonders in ihrer gesellschaftlichen Position. Stets mit dabei ist der undurchsichtige germanische Kriegsgefangene Flavus, von dem Invita zwar nie weiß, auf welcher Seite er steht, von dem sie jedoch bisweilen in unerwarteten Momenten Hilfe oder einen wertvollen Hinweis erhält.

Gerade ist der neueste Band der Serie „Verrat in Colonia“ für den Literaturpreis „Homer“ nominiert worden. Von einer Fachjury wurde er unter die zwölf besten deutschsprachigen historischen Romane des Jahres gewählt – eine große Auszeichnung.

„Ich freue mich sehr darüber“, meint Autorin Maria W. Peter, „es ist mir eine Ehre, dass sich die Arbeit und Mühen derart ausgezahlt haben“. Jahrelang hat Peter akribisch recherchiert, die Originalschauplätze besucht und mit Experten gesprochen, um ein möglichst realistisches Bild der Römerzeit in unserer Heimatregion zu geben. „Es hat großen Spaß gemacht, immer tiefer in die Welt unserer Vorfahren einzutauchen.“

Die verschiedenen Bände der Reihe sind auch unabhängig voneinander lesbar.

Dabei spielen sie immer wieder an anderen Orten mit römischer Vergangenheit: Trier, Metz, Bonn und Köln sind dabei ebenso Schauplätze wie die Saarregion, die römische Villa Borg, Mechern und die Saarschleife. Denn auch das Gebiet des heutigen Saarlandes wurde über Jahrhunderte hinweg von den Römern geprägt, war Teil des riesigen Imperiums, das sich über große Teile der damals bekannten Welt erstreckte.

„Es war faszinierend zu erfahren, wie sehr unsere Region, das Gebiet von Rhein, Mosel und Saar, in diesen Jahren im Zentrum der damaligen Weltgeschichte stand und die Geschicke des gesamten römischen Reiches mit beeinflusste“, berichtet Maria W. Peter. „Wir leben hier buchstäblich auf einem heißen historischen Pflaster, dessen Erbe nicht in Vergessenheit geraten sollte.“

Spannend ist die wechselhafte Geschichte unserer Heimatregion ohne Zweifel. Und spannend wird es auch im Oktober, wenn, kurz vor der Buchmesse in Frankfurt, unter den Nominierten die drei Erstplatzierten gekürt werden.