Flanieren, Leute treffen, plaudern

Entlang der Schiffweiler Hauptstraße waren die 26 Stände – überwiegend von Vereinen – aufgebaut; Livemusik und das Kaiserwetter taten ein Übriges, dass die Gäste an beiden Tagen in Scharen kamen.

 Der Schellemann Dominik Dietz und Rosenkönigin Aline I. hielten Einzug auf der Festmeile. Foto: Winfried Dietz
Der Schellemann Dominik Dietz und Rosenkönigin Aline I. hielten Einzug auf der Festmeile. Foto: Winfried Dietz Foto: Winfried Dietz

In Schiffweiler funktioniert es noch, das Dorffest, von Teilnehmermangel oder sonstigen Problemen war am Wochenende bei der 36. Auflage nichts zu spüren. Ein paar Vereine vom letzten Jahr seien dieses Mal zwar nicht dabei, doch dafür seien andere neu hinzugekommen, sagte Michael Schabbach. Das Ortsratsmitglied hatte zusammen mit Katja Spreuer von der Gemeinde erstmals die Leitung der Organisation übernommen. "Alles ist hervorragend gelaufen und wir hatten super viel Spaß."

Mit 26 Ständen, rund zwei Drittel davon von Vereinen, lag die Größe des Dorffestes also im üblichen Rahmen. Wie immer konnten die Besucher die Festmeile in der Hauptstraße auf und ab flanieren, was sie auch zahlreich taten. Schon der Freitagabend mit dem Fassanstich, bei dem sich auch der Schirmherr, der Landtagsabgeordnete Günter Waluga , Arbeitsministerin Anke Rehlinger und weitere Vertreter der Politik hatten blicken ließen, war überaus erfolgreich angelaufen. Höhepunkt wie immer: die humorvolle Rede des Schellemanns, alias Dominik Dietz.

Am Samstag nahm der Besucherandrang noch ein wenig zu. Auch Monika Rupp und Volker Herrmann schlenderten am frühen Abend an den Ständen entlang. Der Plan stand fest: "Etwas essen, etwas trinken, hoffentlich viele Leute treffen und Spaß haben." Bei Ayfer Engin blieben die beiden stehen und schauten zu, wie diese, unterstützt von Tochter und Sohn, nach türkischer Tradition Fladenbrote mit Käse frisch buk. Gözleme hießen die Brote, erklärte sie, und man esse sie zu jeder Tageszeit. Die Schiffweiler Gözleme-Begeisterten hatte Engin schon identifiziert: "Türkeiurlauber, Vegetarier und Neugierige."

Auch die Klassiker erfreuten sich großer Beliebtheit, so die Crêpes des Kinder-Fördervereins Rasselbande. Schon seit Beginn des Dorffestes sei man dabei, berichteten die Mitglieder stolz. "Wir haben Freude daran und brauchen die Einnahmen für unsere Aktivitäten für Kinder, die wir das ganze Jahr über veranstalten", so die Vorsitzende Michaela Schwan. Beim Dorffest herrsche immer ein ganz tolles Gemeinschaftsgefühl unter den Vereinen.

Auf zwei Bühnen sorgten an den drei Tagen rund zehn Bands, Gruppen und Solokünstler für musikalische Unterhaltung - von den Nachwuchsrockern von The Royal Jugglers bis zu etablierten saarländischen Bands wie X-Pression. Am Sonntag gab es dann noch Kinderprogramm mit der Rasselbande. Für Jüngere wie Ältere, für jeden Geschmack sei etwas dabei gewesen, so Ortsvorsteher Winfried Dietz, der am Sonntag ein überaus positives Fazit ziehen konnte. "Der Besuch war noch besser als im letzten Jahr." Grund sei vermutlich vor allem das hervorragende Wetter gewesen.