Messe in Schiffweiler : Eine Messe für den Klimaschutz

Die erste Energiemesse in der Gemeinde Schiffweiler bot Interessantes für Hausbesitzer und Handwerker. Sie zeigte Trends bei der Energieerzeugung und auch wie diese finanzierbar sind.

„Wir brauchen ambitionierte Klimapolitik, die die realen Folgen des Klimawandels bewältigt“, sagte die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) bei der Eröffnung der ersten Energiemesse in der Klinkentalhalle in Schiffweiler. Ökonomie und Ökologie, Wirtschaftspolitik und Umweltschutz würden sich nicht ausschließen, so die Ministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin. Beim Klimaschutz seien alle gefordert, ergänzte Bürgermeister Markus Fuchs (SPD).

Auf der Energiemesse stellte die Gemeinde auch ihr eigenes Klimaschutzkonzept vor. Insgesamt 28 Aussteller nahmen an der Messe mit ihrem Beratungs-, Produkt- und Dienstleistungsangebot teil. „Klimaschutz und der nachhaltige Ressourcenverbrauch sind ein großes Thema unserer heutigen Gesellschaft, daher freut es mich, dass wir in unserer Gemeinde nun die erste Energiemesse ausrichten können“, sagt Bürgermeister Markus Fuchs. „Die Besucherinnen und Besucher der Messe finden hier kompetente Ansprechpartner, die ihnen umfangreiche Informationen und auf ihre ganz persönliche Situation zugeschnittene Konzepte anbieten“, so Fuchs. Die erste Energiemesse sei ein Versuch gewesen, so Fuchs weiter. Der Versuch sei geglückt und werde fortgesetzt, ob in zwei oder fünf Jahren, das stehe allerdings noch nicht fest, konstatierte Fuchs.

Die Besucher der Messe hatten an zwei Tagen am Wochenende Gelegenheit, sich bei lokalen und regionalen Betrieben zu verschiedenen Produkten und Dienstleistungen rund um Energieeffizienz und Klimaschutz zu informieren. Die Energiemesse deckte unter anderem Themen wie Stromsparen im Haushalt, energetische Sanierung, Fördermöglichkeiten, regenerative Energieerzeugung, Elektromobilität und Smart Home ab. Darüber hinaus boten Beratungsinstitutionen wie beispielsweise die Verbraucherzentrale Saarland und Arge Solar individuelle Beratung und Vorträge an.

Die erste Energiemesse in der Gemeinde Schiffweiler wolle lokale Akteure wie Gebäudeeigentümer, Handwerks- und Gewerbebetriebe, Energieerzeuger, Finanzinstitute und Beratungsinstitutionen zu einem Austausch zusammenführen, berichtete Fuchs beim Rundgang mit Ministerin Rehlinger. Denn um die politisch gesetzten Klimaschutzziele zu erreichen, seien die Akteure im Großen und im Kleinen gefordert. Auch die Gemeinde Schiffweiler leiste ihren Beitrag zum Klimaschutz durch energetische Sanierungsmaßnahmen an gemeindeeigenen Gebäuden und Umrüstung auf energieeffiziente Beleuchtung und technische Anlagen, alle müssten mit anpacken. In diesem Zusammenhang lobte Rehlinger die jungen Klimaaktivistinnen und -Aktivisten, der seit knapp einem Jahr auf die Straßen gehen, und ein radikales Umdenken in der Energie- und Wirtschaftspoltik fordern.

Im Klimaschutzkonzept der Gemeinde aus dem Jahr 2015 wurde ermittelt, erläuterte Fuchs, dass das größte Potenzial zur Energieeinsparung und somit zur Erreichung der Klimaschutzziel bei den privaten Haushalten liege. 69 Prozent des Endenergie-Einsparpotenzials der Gemeinde Schiffweiler liege bei den privaten Haushalten. Der Verkehrssektor, Gewerbe und öffentlicher Sektor würden gemeinsam zu lediglich 31 Prozent Endenergieeinsparung beitragen.