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Der Almebi nimmt seinen Hut
Erst Alm-Auftrieb, dann Alm-Abschied

Gut gelaunt und voller Vorfreude auf die zehntägige Sause sind die Vier von der Alm. Von links: Christian Rau (Tourismus- und Kulturzentrale des Landkreises), Landrat Sören Meng, Alm-Ebi Eberhard Schilling und Umweltminister Reinhold Jost.
Gut gelaunt und voller Vorfreude auf die zehntägige Sause sind die Vier von der Alm. Von links: Christian Rau (Tourismus- und Kulturzentrale des Landkreises), Landrat Sören Meng, Alm-Ebi Eberhard Schilling und Umweltminister Reinhold Jost. FOTO: Marc Prams
Landsweiler-Reden. Vom 20. bis zum 29. Juli wird auf der Sommer-Alm der Redener Halde wieder jede Menge Programm geboten. Verabschieden wird sich in diesem Jahr das Gesicht der Alm: Der Alm-Ebi geht in Rente. Von Marc Prams

Es ist angerichtet – für eine Sommer-Alm der ganz besonderen Art. Nicht nur, dass die SR3-Freiluftveranstaltung, zu der jedes Jahr Zehntausende den Gipfel der Halde in Reden erklimmen, heuer zehnjähriges Jubiläum feiert. Es wird auch die Sommer-Alm sein, bei der der Herr über Ziegen und Schwenker, über Esel und Haxen, kurzum, über die ganze große Sause, der Alm-Ebi, die Gäste zum letzten Mal in seinem hochgelegenen Wohnzimmer begrüßen wird. „Kein Wenn und Aber: Der Alm-Ebi geht in Rente“, lässt Eberhard Schilling keinen Zweifel daran, dass seine Zeit als Alm-Wirt am 29. Juli enden wird. „Als wir die Sommer-Alm vor zehn Jahren erfunden haben, war es unser Ziel, die Halde mit ihrer wunderschönen Natur den Menschen näher zu bringen“, sagt Schilling. Dieses Ziel sei jetzt erreicht: Gas, Wasser, Strom, eine Hütte – all das sei nun auf der Halde vorhanden. „Der Berg ist besiedelt, der Ebi kann ins Dorf zurück, um dort wieder als Eberhard Schilling zu leben.“


Aber bevor es so weit ist, will es der Ebi nochmal richtig krachen lassen. Los geht die Gaudi am 20. Juli mit dem Alm-Auftrieb und der anschließenden Eröffnungsparty, bei der die Büddenbacher für Stimmung sorgen. Und die soll dann in den kommenden zehn Tagen nie unter Betriebstemperatur sinken. „Neben dem naturkundlichen Begleitprogramm liegen mir die Bands, die spielen, besonders am Herzen. Ich habe diejenigen eingeladen, die über die Jahre immer besonders gut ankamen und zu denen ich eine besondere Beziehung habe“, so der Alm-Ebi. Klar, dass Pe Werner da nicht fehlen darf. Sie war schon 2009 dabei und tritt in diesem Jahr am Tag des Bergbaus, am 22. Juli, mit der Big Band der Bundeswehr auf. Ein Konzert, auf das sich auch Landrat Sören Meng bereits freut. „Auch in diesem Jahr ist der Landkreis wieder als Partner bei der Alm dabei. Es ist kolossal, was daraus in unseren Region entstanden ist“, sagt Meng. Gerade der Tag des Bergbaus, der zum dritten Mal im Rahmen der Sommer-Alm stattfindet, sei „ein echtes Erlebnis an diesem geschichtsträchtigen Ort“.

Neu in diesem Jahr ist der italienische Abend am 26. Juli, bei dem Luigi Botta & Friends und Giovanni Zarrella auftreten. „Seit zehn Jahren liegen mir die Alm-Wirte Sandra Engelhardt und Jörg Moog im Ohr mit ’Mach doch mol was Italienisches’, aber es hat sich nie ergeben. In diesem Jahr haben wir gesagt: Alleh Hopp, das mache ma.“ Ansonsten treten wieder viele altbekannte und bewährte Bands auf wie The Alligators, Changes, Smokin’ Strings, Desperado (Eagles-Tribute-Band), Night Fever (Bee-Gees-Tribute-Band), Schorsch Seitz, Rü-Jupp-Mix und, und, und. Neu dabei ist in diesem Jahr das Umweltministerium als Partner. Ein Bekenntnis zur Heimat und zum ländlichen Raum, wie Minister Reinhold Jost erklärt.



Was den täglichen Ablauf angeht, bleibt alles beim Alten. Natürlich können die Besucher wieder mit Shuttle-Bussen hinauf zur Alm, wenn ihnen der Fußweg zu strapaziös ist. Oben wird auch in diesem Jahr wieder die Eselkutsche ihre Runden drehen. Lama-Trecking, Streichelgehege, Wanderungen und Führungen – auf nichts von all dem müssen die Besucher im Jubiläumsjahr verzichten. Und so ganz verabschiedet sich der Alm-Ebi natürlich dann doch nicht. Denn wie Eberhard Schilling verrät, wird es die Sommer-Alm auch weiterhin geben. Und als SR3-Unterhaltungschef wird er „seiner Alm“, natürlich auch weiterhin die Treue halten.

Das gesamte Programm der Sommer-Alm gibt es online auf