Engel soll bald saniert werden

Neben verschiedenen Themen rund um den Friedhof – unter anderem ging es auch um Baumschnittarbeiten – ging es im Ortsrat Heiligenwald auch um die Pläne, einen Spielplatz am Itzenplitzer Weiher anzulegen.

Zwei Ortsratssitzungen an einem Tag gibt es nicht allzu oft. In Schiffweiler war dies am Donnerstag gleich vierfach der Fall: Hatte die Verwaltung doch für 18 Uhr zur gemeinsamen Sitzung aller Ortsräte in den großen Ratssaal geladen. Danach verteilten sich die Räte im Haus und so konnte Ortsvorsteher Klaus Gorny eine Stunde nach der 16. gleich noch mal zur 17. Sitzung des Ortsrates Heiligenwald willkommen heißen. Zunächst hatten die Bürger die Möglichkeit, ihre Anliegen vorzubringen. Familie Kuhn aus der Karlstraße fühlt sich nach wie vor von den fünf LED-Lampen im Gierenberg unangenehm "Licht geflutet". Statt der Demontage einzelner Lampen versucht es die KEW mit einer 50-prozentigen Reduzierung der Leistung, informierte Gorny.

So langsam Fahrt nimmt die Sache "Spielplatz Itzenplitzer Weiher" auf. Der Ortsrat empfahl der Gemeinde, einen entsprechenden Bauantrag zu stellen.

Was die siebte Änderung der Friedhofssatzung beinhaltet, erläuterte Bauamtsmitarbeiter Franco Moro. Auf Wunsch Hinterbliebener will man Aufbauten auf der hinteren Hälfte der 40 mal 40 Zentimeter großen Platten der Urnenrasengräber künftig zulassen. Wobei verschiedenste Varianten denkbar seien, so Moro. Möglich ist beispielsweise das Aufstellen einer Stele, eines Grabsteines oder einer Schieferplatte, auch in Kombination mit einer Vase oder einer Laterne. Wichtig sei nur, dass diese Aufbauten nirgendwo über die Grundplatte überstehen und die Rasenpflege behindern. "Die Gebühren bleiben gleich", nahm Moro möglichen Skeptikern den Wind aus den Segeln. Bis auf eine Gegenstimme aus der CDU-Fraktion gaben alle anwesenden Ratsmitglieder ihre Zustimmung.

Die Zypressen auf dem Friedhof, die dem Ortsrat schon länger ein Dorn im Auge sind, bleiben erhalten. Statt der Rodung setzte die Gemeinde auf einen Pflegeschnitt und entfernt Äste, um die Blickachsen wieder zu gewährleisten und den Engel freizustellen. Der Riss im Sockel des Betonengels ist wahrscheinlich auf Korrosion der Stahlarmierung im Beton zurückzuführen und irreparabel, so Gorny.

Angegangen wird in Kürze die Reinigung des Engels und die Versiegelung, auch der kaum noch lesbare Schriftzug im Sockel müsse überarbeitet werden. Da trifft es sich, dass die Haushaltsmittel für Denkmalpflege wegen Nichtinanspruchnahme im Vorjahr verdoppelt wurden.

Auslaufen wird in Heiligenwald 2016 die Ära der Telefonzellen. Plant doch die Telekom, nun auch die letzten zwei öffentlichen Fernsprecher abzubauen.

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