Ein neuer Anblick wie vor 107 Jahren

Ein neuer Anblick wie vor 107 Jahren

So hat man das historische Pumpenhaus im Itzenplitzer Weiher schon seit 107 Jahren nicht mehr gesehen. Nun aber erstrahlt der Wasserturm in neuem Glanz, wie einst im Jahr 1908.

. Nachdem der bröckelnde alte Putz in mühevoller Kleinarbeit exakt abgeklopft worden ist, präsentiert sich der Wasserturm mit seinem Sandstein-Quadersockel und dem Backsteinaufbau als ungewohnter, aber dennoch sehr attraktiver Blickfang. Sobald die "Regenzeit" zu Ende ist, wird der Turm im Originalstil verputzt, wie der Förderverein jetzt mitteilte. Wegen der starken Regenfälle liegt das Projekt bereits fünf Wochen hinter dem Zeitplan zurück. Die Restauratoren Mrziglod-Leiß werden das Gebäude, das Fachwerk und den Innenraum auch farblich in Abstimmung mit dem Denkmalamt den Gegebenheiten von 1908 anpassen.

Der Förderverein Historische Grubenanlage Itzenplitz, so der Vorsitzende Rüdiger Zakrzewski, hat seit Beginn der Arbeiten immer Wert auf die Qualität der verarbeiteten Materialien gelegt, denn das Pumpenhaus soll mindestens auch die nächsten 107 Jahre als Wahrzeichen von Heiligenwald und als einmaliges Denkmal des Bergbaus in Deutschland Bestand haben.

Da der Verein immer schon auf Spenden angewiesen war, wurde nur das saniert, was finanziell machbar war. Inzwischen geht die Komplettsanierung ihrem Ende entgegen.

Der Verein wird nach Abschluss der Arbeiten am Pumpenhaus bei einem seiner Zukunftsprojekte damit beginnen, an den Wanderwegen hinter der Grube Itzenplitz im größten Pingen- und Schürfenfeld des Saarlandes eine Pinge wieder erlebbar und mit ihrem Verbau bis zum Kohleflöz den damaligen Kohleabbau nachvollziehbar zu machen. Pingen oder Bauerngruben heißen die Kohlelöcher, in denen mit Feldhaken und Schaufel schon seit dem 15. Jahrhundert in kohleführenden Schichten, die an die Erdoberfläche kamen, Kohle abgebaut wurde.

Das Pumpenhaus ist ein einmaliges Zeugnis des Bergbaus.

fv-itzenplitz.de