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Ringen
„Die liegen uns nicht“

Schiffweiler/Hüttigweiler. Bei den Deutschen Meisterschaften des Ringernachwuchses hat der ASV Hüttigweiler mit der Mannschaft Platz fünf erkämpft. Von Benno Weiskircher

Die erhoffte Medaille bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften des C/D-Ringernachwuchses haben die Athleten des ASV Hüttigweiler zwar verpasst, dennoch war der Trainerstab mit den Leistungen seiner Schützlinge und dem fünften Rang zufrieden. „Bitte nicht Mühlheim“, so der sehnliche Wunsch des ASV-Jugendtrainers Jürgen Weiskircher vor der Auslosung am Freitagnachmittag. Doch ausgerechnet Mühlheim, den Topfavoriten und späteren Deutschen Meister, zog der Coach als Gegner im ersten Kampf aus dem Lostopf. Diese Paarung hatte sich Weiskircher und so mancher ASV-Fan für das Finale gewünscht. So trafen zwei Favoriten bereits in der ersten Runde aufeinander.


Die Gastgeber boten dem hohen Favoriten aus Mühlheim acht Kämpfe lang Paroli. Erst in den beiden letzten Begegnungen konnte der Mühlheimer Trainer Ayhan Ayteminz mit seinen Schützlingen einen schwer erkämpften 21:15-Sieg feiern. In der zweiten Runde behielt der ASV gegen den SV Fahrenbach mit 30:7 ebenso die Oberhand wie im Derby gegen die RG Saarbrücken (28:12). In der vierten Runde kam für den ASV das endgültige Aus im Kampf um die Medaillen. Gegen den SV Luftfahrt Ringen Berlin unterlag der ASV-Ringernachwuchs mit 15:24. „Die liegen uns nicht“, hatte Jürgen Weiskircher bereits vor dem Kampf ein ungutes Gefühl, er sollte mit seiner Einschätzung richtig liegen. So blieb dem ASV nur noch das Finale um Rang fünf, das gegen den ASV Urloffen deutlich mit 27:12 gewonnen wurde. Für den ASV Hüttigweiler gingen in den fünf Kämpfen Philipp Tillmann Friedrich, Fabiano Parlagreco, Simon Mann, Florian Dauster, Fabio Strazzuso, Julian Khan, Elias Weidner, Robin Schröck, Elia Taibi, Benedikt Wesely, Liam Connor Brill, Kian Louis Weiskircher, Kevin Titov, Dennis Pitsch und Robert Schulin auf die Matte. Der amtierende deutsche Einzelmeister, Robin Schröck, und Elias Weidner, blieben in allen Kämpfen ungeschlagen. Elia Taibi zählte mit vier Siegen zu den erfolgreichsten Athleten des ASV Hüttigweiler. Drei Siege fuhren Florian Dauster und Fabio Strazzuso ein. Bei seinen zwei Einsätzen blieb Kevin Titov ungeschlagen. „Ich habe mich mit meinem Freund Simon abgewechselt, wir sind auch im Training Partner“, sagte Titov. Simon Mann siegte in seinen drei Kämpfen einmal und unterlag zweimal gegen starke Gegner. „Mit dem fünften Rang bin ich zufrieden“, sagte der Zwölfjährige, der bereits bei drei Deutschen Mannschaftsmeisterschaften auf die Matte ging.

Den Meistertitel errang der AC Mülheim mit einem 23:13-Finalsieg gegen den VFK Eiche Radolfszell. Die Radolfszeller wurden zwar nur Zweiter, hatten aber sicherlich die besten und lautstärksten Fans mit ins Saarland gebracht. Den Endkampf um Rang drei entschied der SV Luftfahrt Berlin mit 24:13 gegen die KG Küstenringer für sich.

Aus dem Bereich des Saarländischen Ringerbundes belegte der KV Riegelsberg den achten und die RG Saarbrücken den elften Rang. „Eine Meisterschaft auf sehr hohem Niveau und vom ASV Hüttigweiler bestens organisiert. Schade, dass wir bereits im ersten Kampf aufeinandergetroffen sind, das wäre auch eine tolle Finalpaarung gewesen“, stellte der Mülheimer Trainer Ayhan-Ayteminz abschließend fest.