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HCV Heiligenwald
Die Flitsch im Fastnachtsrausch

 Prinzessin Marina I. und Prinz Thomas II. bei der Eröffnung der Prinzensitzung. Im Hintergrund die Mini-Garde des HCV Heiligenwald.
Prinzessin Marina I. und Prinz Thomas II. bei der Eröffnung der Prinzensitzung. Im Hintergrund die Mini-Garde des HCV Heiligenwald. FOTO: Volker Ammann
Heiligenwald. Der HCV Heiligenwald machte das Bürgerhaus in Heiligenwald zur Hochburg der guten Laune. Von Volker Ammann

Deftig eröffnete der Sitzungspräsident Reinhard Wagner die Prinzensitzung des HCV Heiligenwald. Das erste Drittel des Programms wurde vom Nachwuchs des HCV bestimmt. Nachdem das Prinzenpaar, Prinz Thomas II und Prinzessin Marina I, mit dem Elferrat Einzug gehalten hatten, brachte das Mini-Mariechen Pauline Düppre den Saal mit einer temperamentvollen Tanzeinlage in Wallung. Eine erste Rakete war der Dank für eine begeisternde Darbietung der Zehnjährigen.


Danach hatte eine Lehrerin, Nicole Hoffmann, ihre liebe Mühe mit ihren Schülern. Auf die Frage, was sie später mal werden wolle, antwortete die Schülerin Anni: „Wenn ich schön bin, werde ich Model. Wenn nicht, dann halt Lehrerin.“ Bürgermeister und Senator des Vereins, Markus Fuchs, wurde, während die Schulbänke weggeräumt wurden, vom Sitzungspräsidenten auf die Bühne gebeten und mit nicht ernst gemeinten Vorwürfen zu Entscheidungen seiner Verwaltung konfrontiert. Fuchs wurde aber auch für sein Engagement als Senato gelobt. Der Dank galt gleichermaßen allen Senatoren und ihrer Unterstützung die Vereinsarbeit.

Die Mini-Garde des HCV tanzte im Anschluss ein temporeiches Marschmedley, was das Publikum mit einer weiteren Rakete belohnte. Lilly und Moritz, alias Elisabeth und Johannes Hoffmann, tauschten sich über die kleinen Gegebenheiten des Lebens und ihre Eltern aus. So berichteten die beiden über einen Dialog der Eltern. Die Mutter zum Vater: „Du bischt e Phänomen. Du kannscht stunnelang in de Kneipp stehn, ohne Dorschd se han.“ Darauf der Vater: „Un du kansschd stunnelang vorm Spiegel stehn ohne scheen se sinn.“ Die Geschwister Hoffmann treten auch bei der Narrenschau des SR auf.



Sitzungspräsident Wagner leitete dann auf den letzten Radfahrer alias Herbert Schorr, über. Der wusste über manch Unbill mit seiner Leidenschaft zu berichten bevor die Junioren-Garde des Vereins das Publikum mit einem Tanz-Medley begeisterte. Höhepunkte des Abends waren auch die Gesangseinlagen von „Annerschd“ mit Nicole Hoffmann, Karin Hertig, Petra Christmann, Daniela Schorr und Thomas Witte. Das Männerballett mit Sven Oschmann, Klaus Arend, Werner Strassner, Patrick Andres, Christian Möller, Thorsten Schulz, Thomas Witte, Wolfgang Kuhn, Michael Stremt brachte den Saal dann endgültig zum Kochen. Die von Dorothea Deube und Natascha Backes einstudierten Tänze rissen das Publikum von den Sitzen. Frenetisch wurden Zugaben gefordert.

Eine besondere Ehre wurde dem Veranstalter mit dem Besuch des amtierenden Prinzenpaares, Prinz Tobi I. und Prinzessin Sarah I. von  HKG Heusweiler zuteil. Das Prinzenpaar vertritt das Saarland auch bundesweit und nimmt am Empfang bei Bundeskanzlerin Angela Merkel teil. Die Tollitäten tanzten zum Schluss der Veranstaltung mit allen Akteuren ausgelassen auf der Bühne. Doch vorher hatte noch Apolonia Brutschel ihren großen Auftritt. Apolonia alias Nicole Hoffman ist seit Jahren das Aushängeschild des HCV. Ihre Büttenreden sind legendär. Zuerst entschuldigte sie sich für ihr Zuspätkommen: „Wegen einer Bombendrohung am Bahnhof in Neunkirchen, wurden alle Reisenden gründlich abgetastet. Weil der junge Mann so attraktiv war, habe ich mich gleich drei Mal angestellt.“ Und weiter: „Auf dem Fußweg hierher verfolgte mich ein Mann. Ich bekam Angst, denn ich dachte, es sei ein Menschenhändler. Meine Freundin erklärte mir aber, dass das kein Menschenhändler, sondern ein Antiquitätenhändler war.“