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Christof Scheid
Christof Scheid gab mehr als „nur“ den Erich Honecker

Christof Scheid in seiner Rolle als Erich Honecker.
Christof Scheid in seiner Rolle als Erich Honecker. FOTO: Volker Ammann
Landsweiler-Reden. „Wenn ich damals hier geblieben wäre, würde es das Saarland heute nicht mehr geben“, weiß Erich Honecker alias Christof Scheid seinem Publikum zu berichten. Die Parodie auf den ehemaligen Staatsratsvorsitzenden der DDR war einer von vielen Höhepunkten im Programm des saarländischen Künstlers. Von Volker Ammann

Auf seiner Reise von „Perl nach Peppenkum“, so heißt sein aktuelles Programm, traf Scheid unter anderem auch Willi Brandt, Franz-Josef Strauß, Helmut Kohl und Norbert Blüm, die er perfekt imitierte. In seinem Kabarett und in den Liedern, Parodien und Stimmimitationen hat der Humor einen großen Stellenwert. Nicht nur der Humor in der Unterhaltung, sondern auch der Humor als Haltung: als Haltung in der persönlichen Einstellung, als Haltung in der Gesellschaft, als Haltung in Unternehmen und als Haltung in der Pädagogik.


Ein großes Thema war die Saarbahn von Lebach nach Saargemünd. „Wer will denn schon nach Lebach?“ stellt Scheid die Frage nach dem Sinn der Bahn und lässt zahlreiche Interpreten singend ihre Meinung kundtun. Weiter gelang es Scheid, mit seinen Lektionen in „Franzesischer“ und „Saarlännischer“ Grammatik die Stimmung noch weiter zu steigern. Das Programm kam so gut an, dass Scheid für 2019 wieder engagiert wurde.