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Brunnen soll die Dorfmitte weiter aufwerten

Brunnen soll die Dorfmitte weiter aufwerten

Rund 50 000 Euro soll die Sanierung des historischen Brunnens in der Dorfmitte kosten. 26 000 Euro davon sind gedeckt durch Zuschüsse aus Fördermitteln zur Dorfentwicklung. Allerdings muss schnell gehandelt werden, damit die Zuschüsse auch fließen können.

Im Rahmen der Erstellung des neuen Schiffweiler Dorfplatzes 2013 war ein alter Brunnen wiederentdeckt worden. Diesem Relikt vergangener Zeiten will die Schiffweiler "Projektgruppe Dorfmitte" wieder neues Leben einhauchen. ,,Keiner kann uns sagen, wie alt dieser Brunnen ist, er ist aber auf alle Fälle ein Stück Schiffweiler Geschichte ", erklärte Klaus Dieter Woll, Vorsitzender der Projektgruppe, diese Woche während der Freilegung des alten Brunnenschachtes. ,,Nach jetziger Recherche ist der Brunnen aber auf alle Fälle über 100 Jahre alt. Darum ist es sinnvoll, dieses Zeugnis der Vergangenheit wieder herzustellen. Der Dorfbrunnen wird unsere Ortsmitte weiter verschönern."

Um die Fertigstellung des Dorfplatzes nicht zu gefährden, hatte man den Brunnen nach seiner Entdeckung mittels einer massiven Stahlplatte gesichert. Diese wurde am Montagmittag unter Beisein von Bürgermeister Markus Fuchs , Ortsvorsteher Dominik Dietz und weiteren Mitgliedern der Projektgruppe entfernt. ,,Ich danke der Projektgruppe für ihr tolles Engagement", sagte Dietz vor Ort, ,,der Brunnen wird unseren schönen Dorfplatz weiter aufwerten". Um der Projektgruppe monetär unter die Arme zu greifen, übergab Dietz einen Spendenscheck. ,,Engagement vor Ort soll sich auch auszahlen." Der Brunnenschacht war nach seiner Freilegung bis etwa einen Meter unter den Rand mit Wasser gefüllt und zeigte sich in einem guten Gesamtzustand. Nun soll der Brunnenschacht mittels Sandsteinapplikationen auch übertage wieder ein historisches Aussehen erlangen.

Natürlich gibt es diese Schönheit nicht zum Nulltarif. Die Projektgruppe rechnet nach einer umfassenden Analyse mit Kosten von rund 50 000 Euro . Rund 26 000 Euro schießen Land und Bund aus dem Förderprogramm: ,,Förderung der nachhaltigen Dorfentwicklung im Saarland" zu. Die fehlenden Beträge sollen durch Spenden, Eigenleistung, dem Verkauf von Schiffweiler Pins und einen entsprechenden Gemeindeanteil fließen. Dagegen hat sich die CDU Schiffweiler allerdings ausgesprochen. Nach Ansicht der Christdemokraten könnten diese Gelder wesentlich sinnvoller eingesetzt werden (wir berichteten).

Klaus Dieter Woll kann diese Ablehnung nicht verstehen. Die Projektgruppe will allerdings an ihren Plänen festhalten. Allerdings werden die genannten Fördermittel nur gezahlt, wenn der Brunnen bis Ende 2016 fertiggestellt und abgerechnet wird. Projektgruppenleiter Woll ist sich allerdings sicher, dass dies zu schaffen ist.