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Blumen, Gartenzwerge und jede Menge Adel

Blumen, Gartenzwerge und jede Menge Adel

Mit über 240 Teilnehmern schlängelte sich der Rosenmontagsumzug durch Stennweiler. Feiern wollte man bis in die frühen Morgenstunden.

"Wir sind schon zufrieden, wenn es heute trocken bleibt", so Emil Mieger vom Sportverein (SV) Stennweiler. Er hat im Januar mit der Organisation des Rosenmontagsumzugs begonnen, der sich gestern ab 15.11 Uhr durch die Straßen Im Ruckert, die Lindenallee, Zur Kipp, Im Oberdorf, die Lindenstraße und wieder zur Lindenhalle zog, begleitet von Schlägern, Techno-, Flower-Power- und Livemusik sowie den obligatorischen Alleh-Hopp-Rufen der Narren. Und zu Beginn stapelte Mieger noch tief: "Wir sind hier eher bescheiden und wollen einen schönen, kleinen Umzug auf die Beine stellen. Wenn ein paar Hundert Leute Spaß haben, ist es uns den Aufwand wert."

Der "kleine" Rosenmontagsumzug hatte dann immerhin über 240 Teilnehmer. Insgesamt 16 befreundete Vereine und Gruppierungen machten mit. Der Musikverein Harmonie Schiffweiler und der Fanfarenzug 1961 Ottweiler sorgten für Livemusik, die Kindertagesstätte Stennweiler marschierten als Cowboys und Indianer auf. Die Prinzenpaare aus Schiffweiler, Petra II. und Olaf I., sowie von der Karnevalsgesellschaft "Wemmedswella Knausekäpp", Sarah II. und Daniel II., sowie das Prinzenpaar der "Elleretze" aus Heiligenwald samt Elferrat und Juniorengarde verliehen dem bunten Treiben zusätzlich ihren königlichen Flair. Wobei es an Prinzessinnen nicht fehlte. Eine Privatgruppierung um Irene Christmann aus Stennweiler hatte gleich zwölf mitgebracht, samt männlicher Eisprinzessin und Frosch, den es zu küssen galt. Und kaum setzte sich der Tross in Bewegung, flog die Kamelle zur Freude der zahlreichen Kinder, von denen einige mit prall gefüllten Tüten nach einer knappen Stunde Gaudiwurm stolz ihre Bilanz zogen. Lob gab es dann auch von den Erwachsenen Zuschauern. "Die Pilze haben mir am besten gefallen", erklärte Stefanie Joas, während die beiden Kinder die gesammelten Süßigkeiten in Augenschein nahmen. Ihr Mann Tim Joas plädierte hingegen für die Eisbären. "Klein, aber fein. Ein 1A Umzug", stelle Berthold Hoffmann fest, der den Tag nun weiterhin gemütlich ausklingen lassen wollte. Und auch Emil Miegers bescheidene Hoffnung sollte sich erfüllen. Die Polizei schätzt, dass sich knapp 500 Zuschauer und Narren an den Rändern der Straße versammelten.

Allerdings ging es dann in der Lindenhalle noch weiter. Dort galt es, die besten Kostüme, Gruppen und natürlich die verschiedenen Prinzenpaare zu ehren, bevor hier im Laufe des Abends eine stimmungsvolle Party die Narren bei reichlich guter Laune halten sollte.

Beim Umzug sorgten übrigens 29 Männer und Frauen sowie sechs Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehren aus Schiffweiler und Stennweiler für die Sicherheit, wie der Schiffweiler Löschbezirksführer Markus Saar erklärte. Sie sperrten die Straßen und behielten neben der Polizei, einem Sicherheitsdienst und dem Ordnungsamt die Augen offen. "Unsere Fahrzeuge sind so besetzt, dass auch ein Feuer gelöscht werden kann", erklärte Saar.