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Bilanz der TKN zu Reihe in Reden fällt positiv aus

Veranstaltungsspaß in Reden vom Autositz aus : Nur bei Queen schwächelte die Technik

3000 Besucher sind zu der Reihe mit Filmen und Konzerten ins Autokino Landsweiler-Reden gekommen.

Wohl dem, der gerüstet ist: Kurz bevor der putzige vierbeinige Titelheld Simba mit seinen Freunden, dem Erdmännchen Timon und dem Warzenschwein Pumbaa, die Nachmittagsvorstellung „König der Löwen“ rockten, wurde noch schnell die eine oder andere Windschutzscheibe vom Fahrzeughalter gesäubert. Was das Kinoerlebnis noch ein kleines bisschen steigerte. Gekommen waren am Sonntagnachmittag Pärchen und Familien in insgesamt 45 Autos auf den Platz hinter dem Gondwana-Gelände. Zahlenmäßig entsprach das in etwa den anderen Nachmittagsvorstellungen, informiert Christian Rau von der Tourismus- und Kulturzentrale des Landkreises Neunkirchen (TKN). Womit die Resonanz beim Familienprogramm generell deutlich geringer ausfiel als bei den späteren Vorführungen.

Zurück führt Rau das auf die zeitgleich erfolgten Lockerungen der Covid 19-bedingten Beschränkungen: „Die Eltern wollten mit ihren Kindern einfach nicht schon wieder vor die Glotze“, auch wenn die etwas größer ausfällt als zuhause, und stattdessen lieber mal in den Zoo oder woanders hin. „Dafür habe ich vollstes Verständnis.“

Zumal man sonst „im Großen und Ganzen gesehen“, sehr zufrieden sei. 1400 Fahrzeuge zählten die Organsiatoren insgesamt, rund 3000 Leute kamen in den Genuss von Filmen und Konzerten. „Einziger Wermutstropfen war das Konzert der Höhner. Da hätten es ruhig noch ein paar mehr Besucher sein können“, merkt Rau an. Laith Al-Deen war ausverkauft und auch die Konsorten zogen viel Publikum nach Landsweiler. Als zugkräftigster Film erwies sich die deutsche Komödie „Das perfekte Geheimnis“, den 200 Leute sehen wollten.

Die Tonqualität sei in fast allen Filmen hervorragend gewesen. Nur ausgerechnet bei der letzten Vorstellung, „Bohemian Rhapsoy“ mit vielen Queen-Hits, schwächelte das System. Die Lautstärke schwankte und manchmal rauschte der Ton. „Ich dachte auch: Was ist hier los“, bestätigt Rau, der selbst vor Ort war. Die Techniker hätten fieberhaft nach einem Fehler gesucht, waren aber nicht fündig geworden. Rau könnte sich vorstellen, dass „das Regenereignis“ tags zuvor schuld an den Störungen war.

Bei jeder Veranstaltung waren drei bis vier Techniker anwesend, dazu die bis zu siebenköpfige Security-Mannschaft und jeweils zwei Leute der TKN. Groß einschreiten musste das Sicherheitspersonal nie: „Beim Kino gestaltete sich das völlig unproblematisch mit dem Einhalten der Anordnungen.“ So sollten alle Besucher in ihren Autos bleiben und auch die Fenster möglichst nicht öffnen. Schwieriger einzuhalten war das bei den Konzerten. Was in der Natur der Sache liegt. „Die wollten Stimmung, die wollten Party machen.“ Weshalb die Ordner doch hin und wieder an die Maskenpflicht auf dem Platz erinnern mussten, besonders beim Konsorten-Gig. „An einem Pkw hatten sich vier Autobesatzungen versammelt“, da musste man dann doch einschreiten. Aber die Mehrzahl der Gäste zeigte sich „sehr, sehr diszipliniert. Die Meisten haben mittlerweile ein Gespür und Feingefühl für diese besondere Situation entwickelt, die halten sich an die Regeln.“ Inzwischen wurde die 11,2 x 6,5 Meter große Leinwand ab- und in Völklingen wieder aufgebaut. Dort startete das Autokino gestern Abend.

Am Standort Schiffweiler sei für den Sommer nichts vergleichbares mehr geplant. „Bei Temperaturen um die 35 Grad setzt man sich nicht in ein Auto“, betont Rau. „Wie heiß es in den Sommermonaten werden kann“, weiß er noch zu gut von der Sommer Alm hier am Zukunftsort Reden. Über den Herbst wird man dagegen durchaus noch zu sprechen haben. „Wir warten jetzt erst mal ab, wie sich die Gesamtsituation weiter entwickelt.“