Besser leben mit der Krankheit Diabetes

Besser leben mit der Krankheit Diabetes

Lebach. Jeden zweiten Donnerstag im Monat um 18 Uhr ist Treff. Um die 30 Frauen und Männer kommen regelmäßig zu der Selbsthilfegruppe für Diabetes. Sie haben ihrer Gruppe auch einen besonderen Namen gegeben. Disel: Das hat nichts mit dem Kraftstoff zu tun, erklärt die Leiterin der Gruppe, Margot Altmeyer. Disel steht für Diabetes-Selbsthilfegruppe Lebach

Lebach. Jeden zweiten Donnerstag im Monat um 18 Uhr ist Treff. Um die 30 Frauen und Männer kommen regelmäßig zu der Selbsthilfegruppe für Diabetes. Sie haben ihrer Gruppe auch einen besonderen Namen gegeben. Disel: Das hat nichts mit dem Kraftstoff zu tun, erklärt die Leiterin der Gruppe, Margot Altmeyer. Disel steht für Diabetes-Selbsthilfegruppe Lebach.Und seit Sommer gibt es auch einen Turbo-Disel. Das ist die Sportgruppe. Diese hatte am Lions-Lauf teilgenommen, alle sind zusammen 273 Kilometer gelaufen und haben damit Platz vier belegt.

Zum harten Kern der Selbsthilfegruppe gehören neben Margot Altmeyer auch Günter Herrmann aus Schmelz sowie Christel Klein aus Landsweiler. "Die Geburtsstunde unserer Gruppe war eigentlich eine Schulung bei der Volkshochschule", erklärt Herrmann. Der heute 62-Jährige leidet seit 17 Jahren an Diabetes. Bei dem Seminar kamen die Teilnehmer auch persönlich ins Gespräch, es wurde beschlossen, es mit einer Selbsthilfegruppe zu versuchen, die sich in den VHS-Räumen traf. Seit drei Jahren hat die Gruppe in den Räumen des Awo-Seniorenheims eine neue Bleibe. Das sei verkehrsgünstiger, meint Herrmann. Die Teilnehmer kommen aus Lebach und Schmelz, von Bilsdorf oder Saarwellingen. Zwischen 35 und 80 Jahre alt sind die 40 bis 45 Mitglieder von Disel.

Günter Herrmann rät, sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen. "Nach der Diagnose fallen viele in ein tiefes Loch." Doch bei der Selbsthilfegruppe merken sie schnell, dass "viele andere im selben Boot sitzen", so Altmeyer. "Alle haben dieselbe Krankheit." Die Teilnehmer lernen, besser mit der Krankheit umzugehen. Auch der Erfahrungsaustausch über Essensverhalten oder Medikamentenwirkung sei sehr wichtig. Theoretisch und praktisch erarbeite die Gruppe, was das tägliche Leben ausmacht.

Doch in der Selbsthilfegruppe wird nicht nur über Krankheit gesprochen. Einige Teilnehmer treffen sich regelmäßig zum gemeinsamen Nordic Walken oder zum Schwimmen. Einmal im Jahr steht auch eine kleine Fahrt mit Wanderung an. kü

Treffpunkt: jeden zweiten Donnerstag im Monat, 18 Uhr, Awo-Seniorenheim. Teilnahme ist kostenlos. Jeder kann ohne Anmeldung vorbeikommen. Weitere Infos: Günter Herrmann, Tel. (0 68 87) 8 84 99.

Mehr von Saarbrücker Zeitung