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Bei der nächsten Fark können sie auch die Alm erobern

Bei der nächsten Fark können sie auch die Alm erobern

Mit großem Orchester und unerwartet vielen Gästen ist am Freitagabend die dritte Fark eröffnet worden. Am Samstag von 11 bis 24 Uhr und Sonntag von 10 bis 19 Uhr ist geöffnet, bei freiem Eintritt, aber für eine Charity-Spende.

. "Let the fark begin". Schlag 18.30 Uhr am Freitagabend war es so weit. Organisator Benjamin Kiehn konnte den Startschuss geben zur dritten Auflage des Fantasie- und Rollenspielkonvents, der Fark-Messe. Mit rund 500 Besuchern zur Eröffnung auf dem Gelände des Zukunftsort Reden hatte die Messe sich bereits wieder selbst getoppt. Im vergangenen Jahr, so erinnerte Kiehn in seiner Eröffnungsrede, waren es gerade mal 100. Endzeitler, Cosplayer, Steampunker und allerlei Comicfiguren und Weltraumreisende hatten sich bereits eine gute Stunde vorher auf dem Center Court, dem Hauptplatz der Messe, vermischt mit "normalen" Bürgern aller Altersklassen. Der Musikverein Wemmetsweiler unter der Leitung von Stefan Barth stimmte sich ein. Auch hier spiegelte sich die Buntheit der Messe wieder: Mitglieder des Raumschiffes Enterprise saßen neben lieblichen Steampunkdamen, dazwischen Ritter, Clowns und die ein oder andere Cosplay-Figur.

18 Uhr. Die Musiker lassen den Gong ertönen. Zur Musik erscheint er auf der Bühne: Organisator Benjamin Kiehn. Einen kleinen Rückblick gibt's vor der johlenden Masse. Auf den Beginn der Fark vor zwei Jahren in Illingen auf 2000 Quadratmetern bis zur heutigen Veranstaltung in den Wassergärten Reden auf mittlerweile 25 000 Quadratmetern. Doch nicht nur Rückblick und Dank an die Sponsoren , die immerhin die Kosten von bis zu 14 000 Euro zum Gelingen der Messe übernehmen, gibt es zu hören. Der erste Dank geht an die Einheimischen. "So viele sind schon während des Aufbaus vorbeigekommen und haben gesagt, wie toll sie es finden, dass hier wieder Leben auf dem Gelände ist." Fürs Leben sorgen längst nicht nur deutsche Fantasie- und Rollenspiel-Anhänger. Aus den USA, Australien, Spanien kommen sie. Die Hotels im Kreis seien ausgebucht, so Kiehn, der Campingplatz beherbergt unter anderem einen kompletten Bus Schweizer und Österreicher. "Wir sind ein Tourismus-Motor." Das will man auch bleiben. Vor allem aber: Man will in Reden bleiben.

"Vor vier Wochen kam die Anfrage, ob wir nach Völklingen wollen", verrät er. "Aber wir bleiben hier." Doch - jetzt kommt die schlechte Nachricht - künftig wird man zur Bienade. Heißt: Nur noch alle zwei Jahre Fark. "Sonst ist das von den Teams und Sponsoren nicht mehr zu stemmen." Der Plan für 2017 ist zum Teil schon gemacht. Eines jedenfalls ist sicher: Die Fark wird noch größer. Der Erste Kreisbeigeordnete Karlheinz Müller jedenfalls versprach vor allen "irdischen und außerirdischen" Gästen: "Der Kreis wird die Alm zur Verfügung stellen. Dann kommt ihr dem Himmel noch näher." Ideen hat Kiehn schon: Eine Enterprise oder einen Todesstern.

Auch Gemeinde-Beigeordneter Klaus Gorny zeigte sich angesteckt vom Fark-Fieber und "wahnsinnig begeistert" von den Kostümen. Für eine doch jährliche Ausrichtung sagte er Unterstützung zu. Als Dank an einen Teil der bisherigen Helfer hatte Kiehn sein Überraschungs-Kostüm gewählt: Eine Steigerjacke für die "Superhelden Bergleute".