Bahnsteig-Ausbau erregt Gemüter

Auch der Friedhof wurde zum Thema in der Ratssitzung in Landsweiler-Reden.

Beim Ortsrat in Landsweiler-Reden wurde in der jüngsten Sitzung über die räumliche Aufteilung des Friedhofs im Ort entschieden. Außerdem besprach der Ortsrat die aktuelle Situation des Bahnhofs.

Auf dem Friedhof soll ein neues Rasengrabfeld ausgewiesen werden. Nach einer Begehung vor Ort, hat der Rat um Ortsvorsteher Holger Maroldt nun beschlossen, dass die Belegung des Feldes zunächst "an den besser ausgebauten Wegen" des Friedhofs stattfinden soll. Ziel ist dabei, so der Ortsvorsteher, "eine Zentralisierung der Örtlichkeit" zu erreichen. Zusätzlich soll über dem neuen Rasengrabfeld auch ein neues Reihengrabfeld entstehen. Dieses wird sich dann an der alten Kapelle am oberen Teil des Friedhofs befinden. Der Ortsrat entschied sich außerdem dafür, dass die Randbereiche des Friedhofs beim Auslaufen der Gräber nicht mehr belegt werden sollen. Diese Entscheidung soll einer zentraleren Ausrichtung des Friedhofs zu Gute kommen, so dass eine bessere Erreichbarkeit gewährleistet sei.

Die Planung des Bahnsteig-Ausbaus am Bahnhof geht nun in die nächste Runde. Jüngst hatte es Unstimmigkeiten in der Sache gegeben. Wie die Deutsche Bahn nun in einer Stellungnahme informierte, erfüllt der Bahnhof in Landsweiler "nicht die Kriterien für einen vollständigen Umbau zum barrierefreien Bahnhof", wie Hubert Dirk vom Bauamt berichtete. Als Grund wird eine zu geringe Zahl an Nutzern des Bahnhofs pro Tag genannt. Dennoch soll nun der bestehende Mittelbahnsteig erhöht und neu beschildert werden. Was die Gemeindeverwaltung und der Ortsrat jedoch kritisierten, war der Umstand, dass die komplette Überdachung durch lediglich einen Warte-Unterstand ersetzt werden soll. Außerdem soll die Treppenanlage einer Stahlkonstruktion weichen, was es "für einen behinderten Menschen unmöglich machen wird, den barrierefreien Bahnsteig von der Straße aus zu erreichen", so Hubert Dirk. Ortsvorsteher Maroldt sprach von einem "Schildbürgerstreich" seitens der Bahn. Auch Bürgermeister Markus Fuchs kritisierte die Pläne und erklärte, man wolle Rücksprache mit dem Verkehrsministerium in Saarbrücken halten. "Alle zuständigen Gremien sollten sich in dieser Sache zusammentun", so Fuchs. Erste Schritte unternahm der Ortsrat mit der Ablehnung der Ausbauplanung.